Dietikon
Hier lernen Schulkinder, wie sie auf den Strassen richtig Velo fahren

Die Fünftklässler des Schulhauses Fondli in Dietikon testen ihre Fahrkünste. Der Platz neben der Turnhalle wurde eigens dafür mit Markierungen versehen. Lernen müssen die Schüler vor allem die Bedeutung zweier Signale.

Yves Bollier
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Schüler üben die Fahrt auf dem Veloparcours beim Schulhaus.

Schüler üben die Fahrt auf dem Veloparcours beim Schulhaus.

Yves Bollier

«Den Kindern fehlt heutzutage die nötige Velofahrpraxis, um sich im Strassenverkehr sicher bewegen zu können», findet Kinder- und Jugendinstruktor Peter Baumann von der Kantonspolizei Zürich. Er ist Projektleiter für Veloparcours auf Pausenplätzen. Eben aufgrund dieser fehlenden Praxis finde er es umso wichtiger, dass die Kinder zuerst auf einem sicheren Platz üben können, bevor sie sich auf die Strasse wagten.

Die Kinder beantworten eifrig Peter Baumanns Fragen zur Sicherheit im Strassenverkehr.

Die Kinder beantworten eifrig Peter Baumanns Fragen zur Sicherheit im Strassenverkehr.

Yves Bollier

Die Schwerpunkte des Parcours zielen darauf ab, den Umgang mit dem Fahrzeug in Verbindung mit den Verkehrssignalen zu erlernen. Weil im Strassenverkehr viele Dinge gleichzeitig passieren, sei dies die perfekte Simulation. Laut Baumann ist besonders bei zwei Signalen erhöhte Aufmerksamkeit geboten: «Das ‹Stopp›- und das ‹Kein Vortritt›-Signal sind die wichtigsten Elemente, die es für den Strassenverkehr zu beachten gilt. Beide Signale sind im Parcours integriert.» Der Platz neben der Turnhalle wurde von der Schule eigens für solche Verkehrsübungen gestrichen, sodass die verschiedenen Manöver auch in der Freizeit von Eltern und Kindern geübt werden können.

Die Schüler haben die Füsse fest in die Pedalen gestemmt und die konzentrierten Gesichter glänzen vom Schweiss der Anstrengung in der Nachmittagssonne. Mit ihren Velos umkurven sie auf dem Pausenplatz die Warnkegel. Die Fünftklässler des Schulhauses Fondli haben sichtlich Spass beim Absolvieren des Veloparcours der Kantonspolizei Zürich. Das Slalomfahren stellt dabei die grösste Herausforderung dar.

Hier ist grosses Geschick beim Lenken auf engem Raum gefragt. Beim Kreisfahren strecken die Schüler abwechslungsweise den linken oder rechten Arm aus, um sich an das Abbiegen und das einhändige Lenken zu gewöhnen. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Spurgasse. Während bei den anderen Übungen vorwiegend Kurven im Fokus stehen, sollen die Schüler bei dieser Übung möglichst gerade zwischen zwei Linien fahren. Baumann will aber den Spass nicht zu kurz kommen lassen, deshalb baut er verschiedene spielerische Elemente ein.

Die aufgemalten Veloparcours auf Pausenplätzen sind eine Idee der Stadtpolizei Zürich und wurden von der Kinder- und Jugendinstruktion der Kantonspolizei übernommen. Der erste Parcours wurde in Unterengstringen auf der Schulanlage Büel aufgemalt. Es war der Startschuss für die kantonale Ausweitung. Das Ziel ist, dass möglichst alle Gemeinden im Kanton mindestens einen Pausenplatz für einen Veloparcours vorweisen können.

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