Dietikon
Hier kann sich jeder ein Buch leisten – oder gleich mehrere

Am internationalen Tag des Buches verschenkte die Dietiker Stadtbibliothek über 200 Bücher. Dies schafft Platz für die neuen Bücher, denn pro Jahr wird der Bestand um rund 10 Prozent erweitert.

Sebastian Schanzer
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Tag des Buches in Dietikon
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Mirella Carrozza, Dietikon «Ich komme jede Woche hierher. Ich bin eine richtige Leseratte, wann immer ich Zeit habe, lese ich. Joy Fielding ist eine meiner Lieblingsautorinnen.»
Abisha Baskaran, Dietikon «Ich lese lieber Bücher zu Hause, als draussen zu spielen. Jede Woche komme ich hierher, um neue Kinderbücher zu holen.»
Angela Stepper-Meoli, Dietikon «Ich lese im Gegensatz zu meinem Mann nicht viel. Ich mag aber die Musik von Herbert Grönemeyer und finde es toll, wenn er etwas von sich erzählt.»
Anna Minder, Dietikon «Ich habe mir dieses Buch über Schuhe ausgesucht. Kürzlich war ich nämlich unterwegs in Luzern und Zürich und habe dort bemerkt, dass junge Frauen heute vermehrt wieder flache Schuhe tragen. Nur zwei Damen trugen Highheels. Das ist eine gute Entwicklung, da Stöckelschuhe schlecht für die Gesundheit sind.»
Peter Widmer, Dietikon «Ich komme selten hierher. Da ich wenig Zeit habe, lese ich nicht viel. Ich interessiere mich aber sehr für Sport und für Wirtschaft. Sieben Jahre lang war ich selbst bei der UBS angestellt. Deshalb habe ich dieses Buch ausgewählt.»

Tag des Buches in Dietikon

Sebastian Schanzer

Schon vor dem Eingang der Stadtbibliothek steht ein kleiner Tisch mit aufgebahrten Büchern. Dazu der Vermerk, dass man die ausgewählten Stücke kostenlos mitnehmen dürfe. In den Räumlichkeiten der Bibliothek warten noch mehr von ihnen auf neue Besitzer, präsentiert entlang der Fenstersimse und in einer Kiste.

Nach und nach kommen Interessierte, stöbern im Angebot von über 200 Büchern und wählen sich ihren neuen Lesestoff aus. Nach einer Stunde sind bereits über zwanzig Bücher verschenkt.

Gute Gelegenheit

Jährlich erweitert die Stadtbibliothek ihren Bestand um rund zehn Prozent. Da die Lagermöglichkeiten aber beschränkt sind, werden die älteren Bücher oder solche, die nicht mehr so schön anzusehen sind, verschenkt. Der internationale Tag des Buches biete hierfür eine gute Gelegenheit, sagt Agnes Matt, Leiterin der Stadt- und Regionalbibliothek.

Immer wieder führe sie solche Aktionen durch, wobei sie alle Besucher willkommen heisst. Denn so eine Aktion sei nicht zuletzt auch dafür da, dass Menschen mit kleinem Einkommen von ihr profitieren können, sagt
Agnes Matt.

Fast jeder wird fündig

Der grosse Ansturm blieb gestern Nachmittag zwar aus, es kamen aber doch einige Interessierte. «In der ersten Stunde kommen die meisten», sagt die Leiterin, «dann wird es ruhiger.»

Und fast jeder, der sich durch das Sortiment gestöbert hat, wird am Ende fündig und nimmt ein Buch oder gleich mehrere mit nach Hause.