Uitikon
Hier entsteht die Hauptschlagader des Leuen-Waldegg Quartiers

Derzeit werden 13 Millionen für die Erschliessung des Quartiers Leuen-Waldegg verbaut – in einem Rundgang wird auf den aktuelle Stand der Bauarbeiten eingegangen.

Alex Rudolf
Merken
Drucken
Teilen
Aktuell sind an diesem Ort aber erst die unterirdischen Anschlüsse verlegt. Der Belag folgt.
9 Bilder
Hier entsteht eine Treppe, welche die Leuengasse mit der Birmensdorferstrasse verbindet.
Das Problem des nassen Grundes zeigt sich hier besonders deutlich. Ist der Hang nass, senkt sich dieser Richtung Strasse.
Auch die Abflüsse an den Strassenrändern stehen noch etwas hoch.
Anlässlich der Limmattaler Bauvorständekonferenz führte der Uitiker Gemeinderat Markus Stäheli (links) durch die Baustelle.
Doch die Löcher im Beton ist es noch immer Möglich, dass Wasser aus höheren Lagen abfliessen kann.
Auch die Randsteine warten darauf, verlegt zu werden.
So zeigt sich das Quarier rund um den Landgasthof Leuen künftig.
Baugrube Leuen Waldegg

Aktuell sind an diesem Ort aber erst die unterirdischen Anschlüsse verlegt. Der Belag folgt.

Alex Rudolf

Die Dimensionen des neuen Quartiers Leuen-Waldegg sind für viele Uitiker wohl nur schwer vorstellbar. Meterhohe Bauprofile, welche die Volumen der künftigen Wohnbauten anzeigen, ragen schon seit längerem in die Höhe. Doch mit dem Bau der Leuengasse, der Hauptschlagader des neuen Quartiers, nimmt die Entwicklung des Gebiets zwischen Zürcherstrasse und Sürenloh eine weitere Hürde.

Derzeit laufen die Tiefbau- und Erschliessungsarbeiten auf Hochtouren. Anlässlich der diesjährigen Bauvorständekonferenz des Bezirks Dietikon führte der Uitiker Gemeinderat Markus Stäheli (SVP) durch die nassmatschige Baustelle.

Die Nässe stellte denn auch während der Arbeiten ein Problem dar, wie Stäheli ausführte. Das abfallende Terrain sei nur schwer zu fixieren gewesen und habe sich durch starke Niederschläge wieder und wieder gesenkt. Wie die Planer vorgingen, lässt sich bei einer Verbindung zwischen Leuengasse und Birmensdorferstrasse gut erkennen. In der imposanten Betonkonstruktion, in der sich bereits die künftigen Treppen und Verbindungswege erahnen lassen, ermöglichen kleine Aushöhlungen, dass Wasser weiterhin in die tiefer gelegene Landwirtschaftszone abfliessen kann.

Noch weist die Leuengasse wenig Gemeinsamkeiten mit einer richtigen Strasse auf. Zwar sind die Strom-, Kanal-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen bereits verlegt und von einer ersten Geröllschicht begraben. Die Dolen, wo künftig das Regenwasser der Strasse abfliessen kann, ragen aber noch zirka 70 Zentimeter in die Höhe. «Erst gemeinsam mit den Hochbauprojekten wird die Strasse mitsamt Belag fertiggestellt», so Stähelin. Die Erschliessungsarbeiten werden voraussichtlich gegen Ende 2017 abgeschlossen sein. Der Deckbelagseinbau folgt im Sommer 2018.

«Hier soll sich das Quartier treffen. Nicht weniger als sieben grössere und kleinere Plätze entstehen entlang der Leuengasse», so Stähelin. Der grösste davon, der Waldeggplatz, grenzt an die Zürcherstrasse und wird dereinst von vier- bis siebengeschossigen Wohnbauten, einem Grossverteiler und einer Tiefgarage umrahmt. Weiter soll die Gasse dereinst von rund 200 Bäumen gesäumt werden und auf der ganzen Länge zu einer Begegnungszone mit Tempo 20 werden.

In der Mitte klafft ein Loch

Für die Gemeinde ist dies ein Projekt der Superlative. Nicht nur war das Quartier Leuen-Waldegg während beinahe 50 Jahren eingezontes Bauland, auch kosten die Erschliessungsarbeiten rund 13 Millionen Franken, die auf die Grundeigentümer verteilt werden. Es werde so viel Beton verbaut, dass das gesamte Erdgeschoss des Landgasthofs Leuen damit gefüllt werden könnte, rechnet Stäheli vor.

«Nicht alle erfreuen sich daran, was hier gerade geschieht», sagt Stäheli. Einige Uitiker stünden dem Bevölkerungswachstum kritisch gegenüber. Neue Einwohner werden viele kommen. Denn ist das neue Quartier dereinst fertiggestellt, bietet es Platz für rund 700 bis 800 neue Bewohner, was die Einwohnerzahl Uitikons auf knapp 5000 Menschen anwachsen lassen wird.

Fast 20 Prozent mehr als heute. Bis es jedoch soweit ist, vergehen noch Jahre. Für die Projekte bei der Zürcherstrasse erfolgte die Baueingabe. Auch jene rund um den Leuen seien in der Planung weit fortgeschritten. Nur in der Mitte des künftigen Quartiers würden noch keine Projekte vorliegen. Wann dort etwas gebaut werde, sei noch offen.