Wer im Büro trotz hohen Temperaturen einen kühlen Kopf bewahren will, reisst wohl als Erstes das Fenster auf. Reicht dies nicht oder ist keines vorhanden, wird künstlich gekühlt. In immer mehr Gebäuden ist eine Klimaanlage eingebaut, die die Temperatur automatisch auf angenehmem Niveau hält. «Die Nachfrage nach Klimageräten ist in den letzten Jahren gestiegen», sagt Manuel Liebi, Verkaufsleiter bei Klima Kälte Kopp AG aus Dietikon.

Im Limmattal sind rund 80 Firmen damit beschäftigt, Häuser und Unternehmen zu kühlen und zu belüften. Ihre Kundschaft wächst, da mittlerweile beinahe alle Gewerbehäuser, Sportanlagen und Geschäfte mit einer Lüftung ausgestattet sind. Auch die Einfamilienhäuser holen auf, bei Minergiehäusern gehören die Lüftungen bereits zum Standard. Dies merken die lokalen Unternehmen: «In den letzten Jahren wurden immer mehr Lüftungen installiert», sagt Margrit Bachmann, Geschäftsleiterin der Ralph Bachmann Haustechnik AG in Dietikon.

Anders sieht es bei den Klimaanlagen aus: «Um eine Klimaanlage zu installieren, braucht es mehrheitlich eine Genehmigung», sagt Liebi. Diese zu erhalten sei nicht einfach und von Region zu Region unterschiedlich.

In den letzten Jahren achteten die Käufer darauf, dass die Geräte nicht nur effizient sind, sondern auch nachhaltig und ökologisch funktionieren. Die Geräte sparen mehr Energie und haben stärkere Motoren. Gleichzeitig sind Klimageräte aus Gründen des Umweltschutzes umstritten: Denn jedes Gerät benötigt ein Klimaschutzmittel. «Diese entziehen dem Raum die Wärme. Gewisse Kältemittel haben einen negativen Einfluss auf die Ozonschicht und fördern die Erderwärmung», sagt Liebi. Der Bund hat deshalb ein Gesetz erlassen, das den Gebrauch von ökologischen Mitteln vorschreibt. Dieses Gesetz gilt bis anhin aber nur für Grossanlagen.