Bonstetten
Heute eine Seltenheit: Kirchgemeinde baut neue Kirche

Ein Ereignis mit Seltenheitswert: In Bonstetten wurde gestern der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Namensgeber für Kirche und eine Wohnsiedlung ist eine eine markante Gestalt aus der Frühzeit des Christentums.

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Toni Gasser, der katholische Kirchenpflegepräsident von Bonstetten
10 Bilder
Segnung des Grundsteins der neuen Mauritiuskirche in Bonstetten durch Generalvikar Josef Annen
Grundsteinlegung neue Kirche in Bonstetten
Grundstein und Schatulle mit Dokumenten: links Generalvikar Josef Annen und der Bonstetter Kirchenpflegepräsident Toni Gasser
Der Turm der Bonstetter Mauritiuskirche wurde etwa 25 Meter verschoben und rund vier Meter erhöht
Generalvikar Josef Annen bei der Begrüssung auf dem Bauplatz in Bonstetten
Generalvikar Josef Annen beim Apero im Gespräch mit dem Bonstetter Pfarrer Bernhard Herzog
Foto-Session nach der Segnung des Grundsteins für die Kirche St
Dekan Marcel von Holzen liest aus dem Evangelium
Foto-Session nach der Segnung des Grundsteins der neuen Mauritiuskirche in Bonstetten

Toni Gasser, der katholische Kirchenpflegepräsident von Bonstetten

Christian Murer

Solche Anlässe sind selten geworden. In Bonstetten fand gestern der offizielle Spatenstich zum Projekt «Mauritiuspark» direkt gegenüber dem Bahnhof statt. Dort sollen nicht nur 45 21⁄2- bis 41⁄2-Zimmer-Wohnungen, eine Einstellhalle und zwei Gewerberäume entstehen – Teil des Vorhabens ist auch ein neuer Sakralbau der Kirchgemeinde St. Mauritius/St. Michael.

Zur Grundsteinlegung der Kirche und zum Spatenstich begrüsste Toni Gasser, Präsident der Kirchgemeinde St. Mauritius, rund sechzig geladene Gäste. In einer kurzen Zeremonie segnete Generalvikar Josef Annen den Grund- und Eckstein der neuen Kirche. «Diese Zeremonie ist heutzutage schon aussergewöhnlich, ist dies doch meine erste Segnung eines Grundsteins einer neuen katholischen Kirche und hoffentlich nicht die letzte», sagte Josef Annen.

Der Namensgeber für die Kirche und die Wohnsiedlung ist eine markante Gestalt aus der Frühzeit des Christentums in der Schweiz: Der heilige Mauritius soll um 290 nach Christus im Wallis verstorben sein. Zum Bauprojekt, das ein weltliches mit einem kirchlichen Vorhaben verbindet, sagte Generalvikar Annen: «Menschen brauchen nicht nur ein religiöses Zuhause, sie brauchen auch ein Dach über dem Kopf.» (mu)