Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi hat die Nase voll von herumliegendem Hundekot. Und nicht nur er: In letzter Zeit sei er immer wieder von Dietikerinnen und Dietikern auf das Problem angesprochen worden. «Gerade auf Spielplätzen kann Hundekot nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein», sagt Illi.

Denn kontaminierte Sandkästen, aber auch Wiesen, Weiden oder Gärten könnten im Zusammenhang mit Parasiten zur Gefahrenquelle für Mensch und Tier werden, sagt er.

30 Beutel für jeden Hundehalter

Aus diesem Grund hat die Stadt Dietikon gestern eine Kampagne gestartet, die auf das Problem aufmerksam machen soll. Dazu gehören Informationsblätter, die in den tierärztlichen Praxen aufliegen und auf die gesundheitlichen Gefahren aufmerksam machen, Plakate – seit gestern stehen sie beim Bahnhof Dietikon, in der Region Glanzenberg, Altbergquartier und am Limmatuferweg – sowie Briefe, die an alle Dietiker Hundehalterinnen und Hundehalter verschickt werden.

Darin bedanke man sich, so Illi, für das Aufnehmen des Hundekots und bitte gleichzeitig darum, Dietikon in Zukunft noch sauberer zu halten. Dazu lege man jedem Hundebesitzer 30 kleine Beutel bei, die bei der Aufnahmepflicht helfen sollten.

Ein Wink mit dem Zaunpfahl? Illi lacht: «Es gibt sehr viele Hundehalter, die sich korrekt verhalten. Wir möchten aber gerne auch die anderen noch auf unsere Seite bringen.»

Dabei wolle man niemanden an den Pranger stellen, sondern vielmehr auf den Gesundheitsaspekt aufmerksam machen und die Hundebesitzer dafür sensibilisieren. «Ausserdem ist es ein Beitrag zur Sauberkeit unserer schönen Stadt», sagt Illi.

Hundegesetz schreibt Busse vor

Doch zur Kampagne gehört nicht nur die Aufforderung, Hundekot doch bitte aufzunehmen. Wer nicht spurt, muss mit einer Busse von 60 Franken rechnen.

Neu ist das nicht: «Die Aufnahmepflicht ist im kantonalen Hundegesetz geregelt», sagt Illi. «Doch wir werden die entsprechende Busse nun konsequenter durchsetzen.»

Dabei gehe es nicht darum, den Nachbarn zu verpfeifen, betont der Sicherheits- und Gesundheitsvorstand: «Die Kontrollen werden im Rahmen der ordentlichen Patrouillentätigkeit vorgenommen. Wir machen nun sicher nicht gezielt Jagd auf Hundehalter.»

Da die Höhe der Busse im Hundegesetz vorgeschrieben sei, könne die Stadt keinen Einfluss darauf nehmen, sagt Illi. Jedoch wolle man mit der Aktion auch kein Geld verdienen, sondern bloss mehr Ordnung schaffen. «Es ist nicht das Ziel, möglichst oft zu büssen, sondern möglichst wenige fehlbare Hundehalter anzutreffen.»