Weiningen

Herbstkonzert des Vereins Neue Orgel Weiningen: ein vielseitiger Genuss für die Ohren

Von links nach rechts: Claude Rippas (Trompete), Xaver Sonderegger (Posaune), Christian Sturzenegger (Bassposaune), Dominique Trösch (Trompete), Dieter Hubov (Orgel).

Von links nach rechts: Claude Rippas (Trompete), Xaver Sonderegger (Posaune), Christian Sturzenegger (Bassposaune), Dominique Trösch (Trompete), Dieter Hubov (Orgel).

Der Verein Neue Orgel Weiningen lud am Sonntagabend zu seinem alljährlichen Herbstkonzert ein und begeisterte das Publikum mit Werken aus der Renaissance und auch mit neuer Musik.

Gespielt wurden in der reformierten Kirche Weiningen Stücke von Organist Dieter Hubov und vom Gabrieli-Quartett, bestehend aus Arrangeur und Trompeter Claude Rippas, Posaunist Xaver Sonderegger, Bassposaunist Christian Sturzenegger und Trompeter Dominique Trösch.

Das Konzert trug das Motto «Unser Leben gleicht der Reise eines Wanderers in der Nacht: Jeder hat in seinem Gleise etwas, das ihm Kummer macht». Dementsprechend teilten die Musiker mit den Zuhörerinnen und Zuhörern Gefühle wie Trauer und Sorge, doch gab es auch Stücke der Leidenschaft und Freude.

Eine seltene Kombination, die begeistert

«Ich bin wirklich begeistert, dass das Gabrieli-Quartett und Dieter Hubov zusammen auftreten», sagte Jackie Rubi, Präsidentin des Vereins Neue Orgel Weiningen, Orgel-Expertin und Limmattalerin des Jahres 2017. Es gebe nicht viele Arrangements für diese Kombination von Instrumenten. Sie habe schon sehr oft mit Claude Rippas gespielt, der wiederum viele Konzerte mit Dieter Hubov gibt, und so sei sie auf die Idee gekommen, das Quintett in diesem Sinne anzufragen.

Mit einer unglaublich majestätischen Ausdrucksstärke füllten die schweren Bässe den Raum, liessen gar den Boden leicht vibrieren.

Mit einer unglaublich majestätischen Ausdrucksstärke füllten die schweren Bässe den Raum, liessen gar den Boden leicht vibrieren.

Eröffnet haben die Künstler den Anlass mit Giovanni Gabrielis «Sonata pian’ e forte à 8», von Claude Rippas für das Bläser-Quartett und Orgel arrangiert. Die Zuhörenden kamen in den Genuss des wunderbaren Ineinanderfliessens von Blech und Orgel. Daraufhin zeigte Hubov seine Virtuosität in Bachs bekanntem «Präludium und Fuge G-Dur» am unglaublich vielseitigen und wohl choreografisch anspruchsvollsten Instrument überhaupt.

Nach Stücken von Henry Purcell fuhr Hubov fort mit Mendelssohns «Sonata Nr. 3 A-Dur op. 65». Mit einer unglaublich majestätischen Ausdrucksstärke füllten die schweren Bässe den Raum, liessen gar den Boden leicht vibrieren. «Wahnsinn», entfuhr es daraufhin prompt einer Zuschauerin.

Mit dem «Rankett Blues» wurde sodann die Stimmung vom Bläser-Quartett gelockert und das kurze Posaunensolo am Ende des Stücks sorgte für Schmunzeln. Die Musiker wurden mit langem Applaus gefeiert, woraufhin die Zuhörer nochmals in den Genuss einer heiteren und lüpfigen Zugabe kamen, bei der viele begeistert mit dem Körper mitwippten.

Im Anschluss liess man den Abend gemütlich beim Apéro mit Wein und Snacks im Chile-Träff ausklingen. «Das war unglaublich schön. Die Bläser waren fantastisch und der Organist Hubov virtuos», sagte Konzertbesucherin Esther Meier, die aus Dällikon angereist war. Ihre Lieblingsstücke waren die Stücke von Mendelssohn und Bach, bei denen sie sich zusammenreissen musste, um nicht mitzusingen. Auch Jackie Rubi zeigte sich sehr zufrieden: «Es war ein musikalisches Juwel.»

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