Schlieren
Helikopter half bei der Installation der Kunstrasenplatz-Beleuchtung

Spektakulär, aber kurz: In gerade mal 20 Minuten hat gestern Nachmittag ein Helikopter der Heli Gotthard AG die sechs Beleuchtungsmasten für den neuen Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Zelgli platziert.

Nicole Emmenegger
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Die Aktion verlief reibungslos, obwohl Pilot Oliver Seliner vor dem Flug noch Störungen durch den böigen Wind befürchtet hatte: «Es könnte schwierig werden, die Maschine ruhig zu halten», so Seliner.

Der Heli flog die über 500 Kilo schweren Kandelaber, die vor Ort zwischengelagert waren, zu den vorbereiteten Löchern am Platzrand. Per Funk gab ein Mitarbeiter der Heli Gotthard dem Piloten Anweisungen, wie er die Masten zu platzieren hatte. Arbeiter fixierten die Kandelaber anschliessend provisorisch mit Holzkeilen. Später wird die Beleuchtung vom Boden aus präzise ausgerichtet, und die Löcher werden mit Sand und einem Betonpfropfen aufgefüllt.

Kran hätte Schäden verursacht

Die Heli-Aktion für den neuen Kunstrasenplatz der Stadt Schlieren kostet insgesamt rund 3000 Franken, wie Beat Hubeli von der Aargauer Firma Sportlights sagt. Seine Firma ist für das Stellen der Beleuchtungsmasten verantwortlich und wird zum Schluss die Lichtmessung vornehmen, damit der Schweizerische Fussballverband die Bewilligung für Nachtspiele auf den Kunstrasenplatz erteilen kann.

Ein Hebekran wäre laut Hubeli keine valable Alternative zum Helikopter der Heli Gotthard gewesen, der von der Basis in Küssnacht am Rigi angeflogen war. «Ein Kran hätte wegen seines Gewichts Schäden auf dem Platz verursacht», sagt er.

Unter den Zuschauern, die gestern den Heli-Einsatz bewunderten, befand sich auch Peter Seifriz, Vorstandsmitglied des FC Schlieren. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der knapp zwei Millionen Franken teure Kunstrasenplatz pünktlich zum Grümpelturnier des Fussballklubs Ende Juni fertiggestellt ist: «Wir sind guten Mutes, dass alles klappt», so Seifriz. Dank des trockenen Frühlingswetters sind die Bauarbeiten seit dem Spatenstich Ende Februar rasch vorangeschritten. Demnächst wird der Kunstrasenteppich ausgerollt – und Mitte Juni sollen die Abschlussarbeiten rund um den Platz angepackt werden.