Urdorf
Helfer gesucht: Der Bikepark ist auf Unterstützung angewiesen

Der private, aber öffentlich zugängliche Bikepark kämpft mit Mitgliederschwund. Die Ressourcen für Ausbau und Unterhalt sind knapp geworden. Darum ist man nun auf der Suche nach Helfern, die dem Verein unter die Arme greifen.

Flavio Fuoli
Merken
Drucken
Teilen
Die Senioren Fritz Hügli (mit Motorsäge) und Hans Schwitter bei Reparaturarbeiten am Bikepark Urdorf.

Die Senioren Fritz Hügli (mit Motorsäge) und Hans Schwitter bei Reparaturarbeiten am Bikepark Urdorf.

fuo

Er ist ein kleines Schmuckstück beim Pflanzgarten in der Nähe der Autobahneinfahrt Urdorf-Süd: Der Bikepark, der vor sieben Jahren durch private Initiative gegründet wurde. Das Besondere an ihm: Er ist für alle offen, die mit dem Mountainbike unterwegs sind, ob man nun Mitglied im «Verein Bikepark Urdorf» ist oder nicht.

Aber: «Wir haben wahnsinnige Probleme», sagt Ruedi Gutknecht, Vereins- und Gründungsmitglied. «Unser erstes Problem ist finanzieller Natur», erläutert er die Sorgen, die ihn und die Urdorfer Bikerszene plagen. Der Klub besteht nämlich aus 30 Mitgliedern, die jährlich 50 Franken bezahlen. «Unsere Anlage ist aber für alle offen. Das ist unsere Philosophie, und die wollen wir beibehalten.»

Weniger Mitglieder

Die Jahresrechnung des sieben Jahre alten «Verein Bikepark Urdorf» schloss 2012 erstmals mit einem Minus. Dies liege unter anderem an der schwindenden Mitgliederzahl, hauptsächlich jedoch daran, dass die Unterhaltsarbeiten von Jahr zu Jahr kostenintensiver würden, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Vor allem die Investitionen in beständigere Materialien wie Hartholz schlagen auf der Ausgabenseite vermehrt zu Buche. Auch die Abfallbeseitigung und -entsorgung verschlinge Kosten, die in diesem Umfang nicht geplant gewesen seien. (fuo)

Senioren als Helfer gesucht

Das zweite Problem liege beim Personal. «Wir sind dringend auf die Helfer, die unseren Park unterhalten, angewiesen», fährt Gutknecht fort. Es gebe bereits ein kleines Trüppchen von unentwegten Senioren, das zu dritt jede Woche je acht Stunden für das Vergnügen der Jugend aufwendet.

«Fritz Hügli, Hans Schwitter und Albin Gschwend sind unsere Lebensversicherung», sagt Gutknecht. Der Verein will vermehrt Pensionierte ansprechen, die an der Anlage, in der verschiedene Techniken geübt werden können, Hand anlegen würden. Das ist auch dringend nötig. Denn die aus Holz konstruierten Bahnen, Wippen und Rampen faulen gerne im feuchten Wald.

Bei einem Unfall wäre der Verein haftbar. «Es können auch Pensionierte mitmachen, die handwerklich nicht so begabt sind», denkt Ruedi Gutknecht. Denn die unschönen Seiten des Bikeparks seien der Vandalismus und das achtlose Wegwerfen von Abfall. So müssten auch wertvolle Arbeitsstunden für die Sauberkeit aufgewendet werden.

Zudem baut der Verein die Anlage aus. Der Technikpark wird mit speziellen Hindernissen ausgestattet, wo Anfänger Treppen oder Wippen befahren lernen können. «Es sind Hindernisse, die man einzeln üben kann», erklärt Gutknecht. Jeden Montag trainieren zwanzig Kinder mit dem Mountainbike unter Leitung. Auch sonst werde der Park intensiv genutzt, auch von Erwachsenen, weiss Gutknecht.

Verein muss auf Sponsorensuche

Unterstützung erhalten die Biker von der Gemeinde, die «uns auf alle Arten unter die Arme greift», so Gutknecht weiter. Es sei auf jeden Fall keine Option, den Park zu schliessen.

Man verfüge schon noch über etwas Geld, müsse aber eines Tages auf Sponsorensuche gehen. «Wir sind das der Gemeinde auch schuldig», denkt Ruedi Gutknecht, «schliesslich hat sie den Park bei der Gründung mit 20 000 Franken unterstützt.»