Weiningen
Heks - die kleine, reformierte Schwester von Caritas

Am Männerapéro in Weiningen stellte Mylène Nicklaus das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz vor. Dass nicht viele über Heks Bescheid wissen, liege daran, dass das Hilfswerk als kleine, reformierte Schwester der Caritas betrachtet werde.

Alex Rudolf
Merken
Drucken
Teilen
Mylène Nicklaus, Regionalleiterin Zürich/Schaffhausen des Heks, im Gespräch mit einem interessierten Besucher.

Mylène Nicklaus, Regionalleiterin Zürich/Schaffhausen des Heks, im Gespräch mit einem interessierten Besucher.

Die hochschwangere Mylène Nicklaus trug denselben roten Seidenschal wie die Damen und Herren des Coro Romantici, die für die musikalische Untermalung zuständig waren. «Ein lustiger Zufall», wie die Leiterin der Heks-Regionalstelle Zürich zu Beginn ihres Referates bemerkte, um dann aber gleich den Weininger Zuhörern ihre Organisation näherzubringen.

Rund 25 Männer fanden sich am Samstagmorgen im Chile-Träff ein, um am Männerapéro den Worten und Ausführungen Nicklaus' zu lauschen.

Beim interaktiven Einstieg testete die studierte Historikerin gleich das Vorwissen der Gäste. «Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Heks? In wie vielen Ländern ist das Heks mit seinen Projekten tätig?» – Stille.

Nach und nach trauen sich einige, ihre Schätzungen kundzutun. «Dass die Leute nicht so genau über das Heks Bescheid wissen, hängt sicherlich damit zusammen, dass man es als kleine, reformierte Schwester der Caritas betrachtet», erklärte Nicklaus. Um dies zu ändern, stellte sie zwei Projekte genauer vor.

In «Alter und Migration» werden Menschen mit Migrationshintergrund ab dem 55. Lebensjahr darauf eingestellt, im hiesigen Kulturkreis alt zu werden. Mit Café-Treffs und Führungen durch Altersheime sollen sie von einer Art Alterseinsamkeit loskommen. Denn obwohl sie teilweise mehrere Jahrzehnte in der Schweiz lebten, hätten sie sozialen Kontakt nur in der Arbeitswelt erfahren, erklärt Nicklaus. Im zweiten Projekt «Neue Gärten» pachtet das Heks in Zürich Nord einen Garten, der von Flüchtlingsfrauen bewirtschaftet wird. Dieser Garten diene als Treffpunkt und Arbeitsort, wo man sich auf Deutsch über Alltägliches austauschen könne, erläuterte Nicklaus weiter.