Im nächsten März beginnt die öffentliche Auflage des überarbeiteten regionalen Richtplans. Über ihre Möglichkeiten wird die Limmattaler Bevölkerung an einer Veranstaltung informiert werden. Während der Auflage kann sich jeder zum Richtplan äussern, wie Heinz Schröder, Fachplaner der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL), am Dienstagabend an der ZPL-Delegiertenversammlung in Aesch sagte.

Wie viele Einwendungen eingehen werden, sei schwierig abzuschätzen, sagte Schröder: «Es könnten 20 oder 200 sein.» Bei der Überarbeitung des kantonalen Richtplans seien mehrere tausend Einwendungen eingegangen.

«Wir sind gespannt»

Am regionalen Richtplan wird schon seit 2013 gearbeitet. Vor einem Jahr fanden erste Gespräche mit den Limmattaler Gemeinden statt. Dieses Jahr wurde der Entwurf dann vom Kanton vorgeprüft – nun liegt der Ball wieder bei den Gemeinden. Sie haben noch bis am 21. November Zeit, schriftlich Stellung zu nehmen. «Wir sind gespannt auf die Inputs und Reaktionen», so Schröder. Basierend darauf wird dann eine bereinigte Version des Richtplans erstellt, die wiederum vom Kanton geprüft werden muss. Schliesslich werden die Delegierten den überarbeiteten Richtplan verabschieden, damit der Regierungsrat ihn festsetzen kann.

Wie Schröder erklärte, werden die Handlungsräume gemäss kantonalem Richtplan in fünf Kategorien aufgeteilt, wovon im Limmattal aber nur drei vorhanden sind: Stadtlandschaft, urbane Wohnlandschaft und Landschaft unter Druck. Entwickelt werden soll vor allem die Stadtlandschaft, die auch gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Dazu gehören Dietikon, Schlieren, Urdorf und Oberengstringen. «Wir wollen links der Limmat eine dichte Überbauung haben», sagte Schröder: «Dort wird ein grosser Teil der Bausubstanz transformiert oder ersetzt werden.» Im Süden und rechts der Limmat werde sich weniger verändern. Der neue Richtplan versuche, die Siedlungsentwicklung «dezidierter zu steuern», so Schröder.

Schlüsselprojekt Limmattalbahn

Im Bereich Verkehr stützt sich der regionale Richtplan stark auf das Agglomerationsprogramm der zweiten Generation. Dabei soll der Anteil des öffentlichen Verkehrs deutlich steigen. Ganz zentral dafür ist die Limmattalbahn, wie Schröder sagte: «Sie ist das Schlüsselprojekt für die Entwicklung des Limmattals.» Der Richtplan sei so stark auf die Bahn ausgerichtet, dass man einen «grösseren Überarbeitungsbedarf» hätte, sollte die Bahn nicht kommen.

Der Richtplan ist ein planerisches Führungsinstrument der Exekutiven und ist behördenverbindlich. Er hat eine Laufzeit von etwa 20 Jahren und muss daher periodisch revidiert werden. Es gibt kantonale, regionale und kommunale Richtpläne.