Oetwil
Heimetchor Limmiggruess – In der Schüür vergeht die Zeit wie im Flug

Zum 70. Jubiläum präsentiert der Heimetchor Limmiggruess Lieder aus verschiedenen Jahrzehnten.

Christian Iten
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Limmigruess
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Anschliessend wurde ein Theaterstück aufgeführt
Auch die Tombola erfreute sich grosser Beliebtheit
Kein Wunder, da attraktive Preise winkten

Limmigruess

Christian Iten

Die Gemeindeschüür in Oetwil mit den imposanten Holzbalken im Dachgiebel bietet den perfekten Rahmen für die Sängerinnen und Sänger des Heimetchor Limmiggruess. Unter dem Motto «Wie schnell die Zeit doch vergeht!» feierte der Chor am Wochenende sein 70-jähriges Bestehen und widmete jedem der sieben Jahrzehnte ein Lied.

Mit traditionelleren Einlagen wie «Liebi» oder «Ticino e vino» besang der Chor erst die romantische Zweisamkeit und den Wein, um später mit Ohrwürmern wie «Über den Wolken» oder «Der Löwe schläft heut Nacht» etwas moderneres anzustimmen.

Der Heimetchor trug die Stücke beschwingt und locker vor und überzeugte mit klaren, kräftigen Stimmen. «Unser Chor hat sich unter der Leitung des neuen Dirigenten Stanislas Zalar stark weiterentwickelt», sagt Chorpräsident Daniel Dittli. Zalar leitet die Gesangsgruppe seit Mai dieses Jahres und legt Wert auf ein harmonisches Zusammenspiel der einzelnen Stimmen. «Es liegt noch weit mehr drin», ist der aus Rumänien stammende Zalar überzeugt.

Mehr Stimmen aus Dietikon

Zu den treuen Fans des Heimetchors gehören auch ehemalige Chormitglieder. So zum Beispiel Ida Broch, die gut 15 Jahre im Chor mitsang. «Für mich ist es immer eine grosse Freude, wenn ich die schönen, altbekannten Volkslieder höre», schwärmt die Geroldswilerin.

Sie singt zwar nicht mehr aktiv mit, doch ist sie gemeinsam mit ihrem Mann regelmässig im Publikum anzutreffen. Auch Hanspeter Kaufmann mag den ursprünglichen und volkstümlichen Charakter des Chors.

Er ist ebenfalls aus der Nachbargemeinde Geroldswil ans Chränzli gekommen. «Das Volkstümliche und Traditionelle gewinnt wieder an Bedeutung», ist Kaufmann überzeugt. Chor-Präsident Daniel Dittli hofft derweil darauf, dass die Auflösung des Männerchors Dietikon ihm einige neue Männerstimmen beschert.

Nach dem gelungenen Konzert sorgten Aktivmitglieder und Freunde des Chors mit dem Theaterstück «...und dann kam Dolly! (Tempo 80)» für Lacher im Publikum. Da Chordirigent Zalar zugleich Alleinunterhalter ist, lud er die Chränzli-Besucher zum Ausklang des Abends dazu ein, zu seiner vielseitigen Musik mit Gesang, Keyboardsound und Handorgelspiel das Tanzbein zu schwingen.