«Für uns ist das ein Riesenmeilenstein», sagt Stephan Bernet, Geschäftsführer des Restaurants Maori in Schlieren, zufrieden. Dass sein Restaurant mit einem Preis ausgezeichnet werde, nachdem es erst vor eineinhalb Jahren neu lanciert worden ist, damit hätte er nicht gerechnet. Bei der Verleihung des Publikumspreises von «Best of Swiss Gastro» erreichte das «Maori» den zweiten Platz in der Kategorie «International». Für den Preis nominiert waren die 208 Restaurants, die im «Best of Swiss Gastro»-Führer vorgestellt werden.

Die «Pacific Rim»-Küche

Das Restaurant Maori zeichnet sich durch die in der Schweiz einzigartige «Pacific Rim»-Küche aus. «Diese entstand, als auf Hawaii die ersten Restaurants eröffnet wurden und Köche aus den USA sowie aus Japan und ganz Asien ihre Kochtraditionen vereinten», erklärt Bernet. Ein Beispiel dafür ist das Gericht «Beef and Reef», bei dem gebratene Rindsfiletstreifen und Black-Tiger-Crevetten an einer asiatischen Schwarzpfeffersauce serviert werden. Der Hit auf der Vorspeisenkarte des «Maori» ist das «Ahi Tatare Tiki Stack», ein Tatar aus rohem Thunfisch auf Avocadowürfeln mit gebratenem Wachtelei und Pesto-Crostini.

Der Entscheid über die Preisvergabe wurde massgeblich von den Gästen der nominierten Restaurants beeinflusst. Bernet kann sich gut vorstellen, wieso das «Maori» bei den Besuchern so beliebt ist: «Wir kochen frisch, oft biologisch, manchmal auch vegan, bieten aber auch Fleisch an – damit treffen wir den Nerv der Zeit.» Neben der hawaiianischen Fusion-Küche, auf deren Basis das Team auch eigene Gerichte entwirft, bietet das «Maori» auch klassische Gerichte an – etwa Sushi, gegrilltes Fleisch oder Burger.

Das «Maori» entstand vor eineinhalb Jahren aus dem «Mojito», Leitung und Lokal blieben dieselben. «Nach 19 Jahren wollten wir wieder etwas Neues probieren, neue Trends setzen», sagt Bernet. Im Gegensatz zum «Maori» war die Küche des «Mojito» stark von mexikanischen Einflüssen geprägt und eher deftig und währschaft. «Auch das war sehr gut», so Bernet, «doch es entsprach nicht mehr dem Zeitgeist.» Der Preis bestätige ihn im neuen Konzept, für das sich das Team «mächtig ins Zeug gelegt» habe.