Die Aescher Gemeindeversammlung stellte wichtige Weichen
Haus kann saniert, Pferdebetrieb kann installiert werden

Die 187 Stimmberechtigten der Gemeindeversammlung genehmigten am Mittwochabend ein Darlehen in der Höhe von 55000 Franken. Dieser Betrag wird für die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses Feldstrasse 5/7 verwendet. Auch eine Umzonung kam durch.

Flavio Fuoli
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Das Haus Feldstrasse 5/7, für das die Gemeinde etwas an die Fassadensanierung bezahlt.

Das Haus Feldstrasse 5/7, für das die Gemeinde etwas an die Fassadensanierung bezahlt.

Ein Darlehen von 55 000 Franken passierte bei nur drei Gegenstimmen. Die Gemeinde gibt diesen Betrag an das Ehepaar Steiner, welche in einem über 200-jährigen denkmalgeschützten Haus lebt. Neben dem Heimatschutz, den Eigentümern hat auch die Gemeinde bereits etwas an die Sanierung der Fassade bezahlt. Diese ist vom Hausschwamm befallen. Heftig diskutiert wurde über die Umzonung des Haldenhofs von der Landwirtschafts- in eine Erholungszone. Die Eigentümer wollen den Hof auf einen Reitbetrieb umstellen. Einerseits wurde eine Zunahme des Verkehrs angemahnt, andererseits befürchteten vor allem Anwohner eine Zunahme des allgemeinen Betriebs. Die Änderung der Zone bedingte auch einen privaten Gestaltungsplan. Die Diskussion war zum Teil sehr heftig, vor allem die Gegner malten die schlimmsten Befürchtungen an die Wand. Befürworter lobten die positiven Auswirkungen, welche ein solcher Reitbetrieb auf die Jugend hat. Gemeindepräsident Hans Jahn erklärte weiter, ein Landwirtschaftsbetrieb müsse sich weiter entwickeln, damit eine Familie ein Einkommen hat. Der Gemeinderat unterstütze dies. Bei der Abstimmung über die Teilrevision setzte sich der gemeinderätliche Antrag mit 137 zu 17 Stimmen durch. Auch der private Gestaltungsplan wurde deutlich mit grossem Ja-Mehr angenommen.

Die Versammlung sprach des Weiteren einen Bruttokredit von 175 000 Franken für die Wasserleitung im Gebiet Stüber. Damit wird das letzte Teilstück der äusseren Ringleitung geschlossen. Die Versammlung bürgerte den ungarischen Staatsangehörigen Edwin Varga einstimmig ein. Er erhielt Applaus von der Versammlung.