Stürmisch wehte der Wind über die Spielwiese bei den Bergdietiker Schulhäusern, als um 10 Uhr die letzten Linien gezogen und Tore platziert wurden.

Als kurze Zeit später die Spieler eintrudelten und Oldies wie «We Are The Champions» aus den Lautsprechern erklangen, stürmten auch die Kleinsten voller Fussballeuphorie über das Feld.

Ob unter dem Namen «Krokodile», «Geparde» oder «die alte Füx», Spielfreude packte alle der 20 angemeldeten Teams. Nicht einmal ein zwischenzeitlicher Platzregen konnte etwas daran ändern.

Passend zu den Oldie-Hits erschienen auch «Oldies» auf dem Feld, eine Plauschgruppe bestehend aus sechs Frauen und einem Mann, die sich aus dem Dorf, hauptsächlich durch ihre Kinder kennen.

«Oldies» war aber eine grosse Übertreibung. Anstatt rüstiger Senioren spielten dynamisch schwarz gekleidete Junggebliebene auf. «Wir wussten nicht, wer mitspielen wird und gaben daher ein paar Namen ein wie ‹Seniors› und ‹Oldies.› Nun sind wir die ‹Oldies› geworden», klärte die Torfrau, Irena Graf, auf.

Die Bergdietiker seien für unkomplizierte und spontane Aktionen stets bereit. Auch der Dorfzusammenhalt sei stark, was sich laut Irena Graf in den gut besuchten Anlässen wie der «Metzgete», der «Waldwiehnacht» oder eben des Grümpis zeige.

Auch Irena Grafs Söhne sind am Grümpi mit von der Partie. Ivan spielt bei den «Krokodilen» und Damian bei den «Geparden». Die Kindergärtler stachen sofort durch ihre grossen Tigerkopf-T-Shirts ins Auge. Tiger? Sollten es keine Geparden sein? «Es gab keine Geparden-T-Shirts mehr, aber die Tigershirts haben den Kindern auch gut gefallen», so Graf.

«Wichtiger als die Tenues ist immer noch der Spass», wie Präsident Paul Meier betont. Wenn es nach ihm ginge, könnte es ruhig noch mehr Plauschmannschaften geben, bei denen das Dabeisein im Mittelpunkt steht. Auch wenn der eine oder andere harte Schuss fiel, sei Fairness am Bergdietiker Grümpi oberstes Gebot, sagt Meier weiter. Die rege praktizierten «Handshakes» waren der Beweis dafür.

So gab es auch dieses Jahr keine schlimmen Verletzungen. Die Samariter konnten mit Pflästerchen und Kühlung Schürfwunden und Beulen behandeln. Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto mehr lösten sich die Wolken auf, was lediglich bei der kleinen Linda für Enttäuschung sorgte, hatte sie doch eben noch einen Hundekopf in den Wolkengebilden entdeckt.