«Süsses oder Saures?» - diese Wahl hatten am Donnerstagabend wohl viele Menschen an ihrer Haustüre. Der Brauch aus Amerika, bei dem Kinder an Halloween verkleidet von Haus zu Haus ziehen und die Bewohner vor die Wahl stellen, ihnen entweder Süssigkeiten zu geben oder Opfer eines Streiches zu werden, ist mittlerweile auch in der Schweiz verbreitet. Obschon wohl die meisten jeweils die süsse Variante wählten, hinterliess Halloween auch dieses Jahr einen sauren Nachgeschmack im Limmattal.

Über 40 Polizeieinsätze

In Schlieren und Dietikon wurden Eier an Fassaden und Fensterscheiben geschleudert, wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage mitteilt. So zum Beispiel an der Dietiker Badenerstrasse 12 (Bild), die Leser Andreas Petrin am Morgen nach Halloween fotografierte. Unbekannte schoben in Dietikon ausserdem einen Fahrzeuganhänger auf die Strasse und blockierten damit den Verkehr. Der Anhänger konnte aber ohne Sachschaden wieder entfernt werden.

Die Polizei rückte im Kanton Zürich in der Nacht auf gestern über 40 Mal aus. Die häufigsten Fälle waren an Fassaden, Fenster, Busse und Züge geschleuderte Eier. Die meisten Meldungen kamen von Bülach, Dielsdorf, Horgen und Uster. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.