Uitikon

Hallenbadpersonal bekam über Festtage frei

Wer ins Hallenbad wollte, musste sich bis nach den Feiertagen gedulden.

Wer ins Hallenbad wollte, musste sich bis nach den Feiertagen gedulden.

Anders als in vergangenen Jahren war der Hallenbadbetrieb über die Festtage meist geschlossen.

Gerne hätte Eduard Bietenholz die Feiertage für einem entspannenden Saunagang genutzt, doch stand er überraschenderweise vor verschlossenen Hallenbadtüren. Anders als in den Vorjahren war das Bad in Uitikon am 26. und 27. Dezember sowie am 2. Januar nämlich geschlossen. Am 24. und 31. Dezember schloss es bereits um 14 Uhr. Die Öffnungszeiten waren zwar im Hallenbad angeschlagen und wurden auch auf der Internetseite kommuniziert, doch blieben auch die Feiertags-Öffnungszeiten der vergangenen Jahre auf der Homepage sichtbar. «Ich weiss von Bekannten, die von den geänderten Öffnungszeiten nichts wussten. Kaum hatten sie am 24. das Bad betreten, wurde es schon wieder geschlossen», erzählt Bietenholz. Er findet es gar nicht klug, ein öffentliches Hallenbad über jene Tage zu schliessen, an denen dringend benötigte Eintrittsgelder generiert würden.

«Wir haben uns für weniger offene Tage über die Festtage entschieden, um dem Personal des Hallenbads entgegenzukommen», sagt der Uitiker Gesundheitsvorstand Walter A. Schelling (SVP) auf Anfrage. Dass auf der Internetseite zwei verschiedene Versionen der Feiertags-Öffnungszeiten publiziert wurden, sei ein Versehen gewesen, das die Gemeinde bedauere.

Als man mit der Betriebskommission im Laufe des vergangenen Jahres über die Bücher gegangen sei, sei beschlossen worden, dass den Angestellten des Hallenbads an einigen Feiertagen frei gegeben werde, um Überstunden abzubauen und dem Familienleben der Angestellten entgegenzukommen. Die Angestellten des Hallenbads müssten oft an Tagen arbeiten, an denen die Gemeindeverwaltung geschlossen ist und der Rest der Gemeindeangestellten frei hat, sagt Schelling. Dieses Ungleichgewicht habe man über die Feiertage ein wenig ausgleichen wollen.

«Wir mussten damit rechnen, dass einige Badegäste die geschlossenen Türen nicht schätzen würden, aber wir sehen unsere Angestellten, die sehr viel leisten, und ihr Bedürfnis nach Familienleben», so Schelling.

Der Gesundheitsvorsteher versteht den Einwand, dass an Tagen, an denen viele Familien frei hätten, dem Hallenbad Einkünfte entgehen. «Ein Hallenbad ist eine Investition in die Region. Für die Trägergemeinde ist es jedoch nie rentabel, egal, welche Besucherzahlen wir vermelden würden», erklärt Schelling. Mehr offene Tage über die Feiertage würden am Defizit nicht viel ändern. Deshalb habe die Gemeinde den Hallenbadangestellten die freien Tage mit gutem Gewissen gegönnt.

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