Pferde spielen auf dem Hof von Rahel und Roland Helfenberger schon jetzt eine Rolle. Aber auch die Schweine- und Hirschzucht. Nun möchte das Ehepaar auf gewerblichen Pferdebetrieb umstellen. Die Schweinezucht soll dafür aufgegeben werden. Die Helfenbergers bewirtschaften den Hof seit 2002. Dieser entstand im Rahmen der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkriegs.

Weil ein gewerblicher Pferdebetrieb in der Landwirtschaftszone nicht zulässig ist, müssen im Rahmen einer Teilrevision der Nutzungsplanung die betroffenen, innerhalb der Landwirtschaftszone liegenden Parzellen in eine Erholungszone umgezont werden. Dies ist im erläuternden Bericht zu lesen, der derzeit auf der Gemeindeverwaltung aufliegt.

Gleichzeitig liegt ein privater Gestaltungsplan auf. In diesem wird eine Detailregelung über die im Zonenplan neu bezeichnete Erholungszone Haldenhof erlassen. Damit werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines gewerblichen Pferdebetriebs geschaffen.

Dicht am Siedlungsgebiet

Gemeindeschreiberin Claudia Trutmann sagte auf Anfrage, der Betrieb sei für Pferde ideal gelegen, in der Nähe zum Siedlungsgebiet. Das Land bleibe weiterhin Kulturland und Fruchtfolgefläche. Diese Überlegung stehe nach der Annahme der Kulturlandinitiative im Vordergrund. Die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde sieht keine Erholungszone vor, deshalb soll diese Nutzungszone neu eingeführt werden. Es sollen Regelungen über die Erholungszone allgemein und massgeschneiderte Bestimmungen für die Erholungszone Haldenhof im Speziellen erlassen werden, wie es im erläuternden Bericht festgehalten ist.

Verfahren bis 10. Januar

Derzeit läuft ein Einwendungsverfahren, das noch bis zum 10.Januar dauert. Gleichzeitig erfolgt die Vorprüfung durch den Kanton. Wenn die Vorlagen aufgrund der Vorprüfung und der Mitwirkung der Bevölkerung nicht grundlegend überarbeitet werden müssten, so sollte es im Juni 2013 zur Abstimmung in der Gemeindeversammlung kommen, wie sich der Gemeinderat äussert.