Region Limmattal
Gutnachbarschaftliches Verhältnis: Geroldswil lässt Weiningen an das Salzsilo ran

Die Gemeinde Weiningen soll das bestehende Salzsilo der Gemeinde Geroldswil mitbenutzen können. Die Geroldswiler Gemeinderäte haben an ihrer letzten Sitzung einen entsprechenden Vertrag verabschiedet und ihren Kollegen in Weiningen zur Unterzeichnung zugeschickt.

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Die Gemeinde Weiningen erhält das Mitbenützungsrecht an der Salzsilo-Anlage der Gemeinde Geroldswil. (Symbolbild))

Die Gemeinde Weiningen erhält das Mitbenützungsrecht an der Salzsilo-Anlage der Gemeinde Geroldswil. (Symbolbild))

Britta Gut

Mit dem Silo neben dem Werkhof Grindlen können die Winterdienstfahrzeuge direkt und einfach mit Salz befüllt werden. Bislang mussten die Weininger Werkmitarbeiter, die über kein eigenes Silo verfügen, selbst Hand anlegen: Wenn die Strassen zu vereisen drohten oder wenn Schneefall angekündigt war, beluden sie ihre Fahrzeuge jeweils mit einzelnen Säcken voller Salz. Das Hantieren mit diesen Sackwaren stellt aber «einen immensen Aufwand» dar, der Weininger Gemeinderat ersuchte deshalb um die Mitbenutzung des Salzsilos.

Im gutnachbarschaftlichen Verhältnis stiess diese Bitte natürlich auf Gehör: «Der Nutzungsvertrag beinhaltet das umfassende Mitbenützungsrecht der Gemeinde Weiningen an der Salzsilo-Anlage», teilt der Geroldswiler Gemeinderat mit. Für den administrativen Aufwand stellt er jährlich eine Pauschale von 250 Franken in Rechnung. Zudem werden die bezogenen Salzmengen pauschal pro Füllung und Fahrzeug gemäss Fahrzeugliste ermittelt und nach dem effektiven Anschaffungspreis weiterverrechnet. Einkaufen müssen sich die Weininger in die bestehende Anlage nicht. «Im Sinne einer guten Zusammenarbeit soll auf die Erhebung eines Beitrags an die Anlagekosten verzichtet werden», hält der Geroldswiler Gemeinderat weiter fest. Bei einer zukünftigen Ersatzanschaffung werde die Position aber neu verhandelt oder eine gemeinsame Anschaffung geprüft.

Der Vertrag soll ab 1. November gelten. Er sieht keine Befristung vor.