Der Tag des diesjährigen Birmensdorfer Neujahrsapéros begann unerfreulich für Gemeindepräsident Werner Steiner: Frühmorgens musste er als Erstes die in der vorherigen Nacht umgeworfenen Abfalleimer vor dem Gemeindezentrum einsammeln. Dennoch zeigte er sich zufrieden mit dem Anlass: «Mehr Besucher als erwartet, und eine tolle Stimmung!»

Wie jedes Jahr hat der Kulturkreis Birmensdorf zum Neujahrsapéro eingeladen – und wie jedes Jahr sind die Birmensdorfer dieser Einladung in grosser Zahl gefolgt. 350 Besucherinnen und Besucher finden sich am Sonntagmorgen im Gemeindezentrum Brüelmatt ein. Der Saal ist voll und die Stimmung heiter: Hände werden geschüttelt, und allseits wünscht man sich alles Gute für das kommende Jahr.

Die schöne Kalinka heizt ein

Es hat Tradition, dass der Anlass neben Häppchen und Prosecco auch Kulturelles bietet. Dieses Jahr ist es das Volksmusikensemble «Ueli Mooser Quartett», dessen Namensgeber gebürtiger Birmensdorfer ist. Doch statt mit Hudigäggeler aufzuspielen, entführen sie das Publikum mit Kontrabass und Akkordeon auf eine musikalische Reise durch Europa. Das Spektrum reicht von Wiener Walzer über russische Polka und zurück in die Heimat mit dem Stück «Mis Dach isch de Himmel vo Züri». Dem Publikum gefällts: sie klatschen, summen mit, und spenden zum Ende stehend Beifall. «Sie haben uns also nicht enttäuscht», meint Dani Häussler, nachdem bei der russischen «Kalinka» begeistert mitgeklatscht wurde. «Ich muss Sie an dieser Stelle jedoch aufklären, dass es sich bei Kalinka nicht um eine wunderschöne Frau handelt, sondern um eine Wachholderbeere», so Häusler augenzwinkernd.

Politisches Engagement gefordert

Mitmachen und sich engagieren sind auch dem Gemeindepräsidenten Werner Steiner ein zentrales Anliegen. Er betont, wie wichtig das Engagement der Gemeindebewohner für das Zusammenleben sei – und ruft die Anwohner auch bereits dazu auf, sich bei den Gemeinderatswahlen 2014 für ein politisches Amt einsetzen zu lassen. «Eine Gemeinde ist auf das politische Engagement ihrer Bürger angewiesen», so Steiner.

Und was wünschen sich die Birmensdorfer zum neuen Jahr? «Vor allem Gesundheit», hört man von vielen Seiten, und eine ältere Dame fügt hinzu: «Engagement für das Gemeinwesen ist wichtig. Auch mal selber mit anpacken, statt immer nur die anderen machen zu lassen!» Ueli Mooser wünscht sich einfach, im nächsten Jahr «noch ganz flotte Musik» machen zu können. Schliesslich gibt es neben den Wünschen auch viele gute Vorsätze. Für den dreizehnjährigen Robin ist klar: «Mehr Zeitung lesen.» Wenn das nicht ein guter Vorsatz ist!