Weiningen
Gute Noten für die Weininger Feuerwehrleute

Die Hauptübung der Feuerwehr lockte am Samstag viele Zuschauer an. Innert 45 Minuten brachte die Feuerwehr Weiningen einen fingierten Brand in einem Fahrzeug unter Kontrolle.

Fabienne Eisenring
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Feuerwehrübung Weiningen 2018
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So die Szenerie für die diesjährige Hauptübung der Feuerwehr Weiningen: Zwei Autos stecken in der Baugrube auf der Lindenkreuzung.
Jetzt muss es schnell gehen: Die Feuerwehrleute eilen zur Unfallstelle.
Sofort ist auch der Samariterverein Weiningen zur Stelle.
Mit einer Trage machen sich die Feuerwehrleute und eine Samariterin bereit, das Unfallopfer zu bergen.
Die Feuerwehr Weiningen kämpft gegen das Feuer im einen Unfallauto.
Der Nachwuchs hat sich den Platz mit der besten Sicht aufs Spektakel ausgesucht. Hauptübung der Feuerwehr Weiningen 20.10.18
Ein Zusammenspiel, das im Ernstfall klappen muss: Die Feuerwehr Weiningen kämpft an der Hauptübung gegen das Feuer im einen Unfallauto.
Ein Zusammenspiel, das im Ernstfall klappen muss: Die Feuerwehr Weiningen kämpft an der Hauptübung gegen das Feuer im einen Unfallauto.
Die ersten Feuerwehrleute machen sich am Unfallauto zu schaffen.
Roger Wiederkehr, Stabsoffizier der Feuerwehr Dietikon, stellt der Weininger Feuerwehr bei der abschliessenden Übungsbesprechung ein gutes Zeugnis aus.

Feuerwehrübung Weiningen 2018

Fabienne Eisenring

Am Samstagnachmittag hat es auf der Lindenkreuzung in Weiningen angeblich geknallt. «Jesses!», murmelt eine Frau hinter der Absperrung.

Es bietet sich ein entsetzliches Bild. Zwei Personenwagen stecken in der Baugrube fest, ihre Hecks ragen steil in die Luft. Eine bewusstlose Person liegt auf dem Boden, eine andere ist im Fahrzeug eingeklemmt. So die Annahme für die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Weiningen am Samstag.

«Ihr könnt euch sicher fühlen»

Vor den Augen vieler Zuschauer bringen die Einsatzkräfte innert 45 Minuten den fingierten Brand im einen Fahrzeug unter Kontrolle und bergen die «Opfer», die der örtliche Samariterverein sogleich betreut. Roger Wiederkehr, Stabsoffizier der Feuerwehr Dietikon, stellt seinen Weininger Kollegen ein gutes Zeugnis aus. Zum Publikum meint er: «Ihr könnt euch sicher fühlen mit dieser Feuerwehr.» Auch Kommandant Hanspeter Saxer ist zufrieden: «Die Organisation hat funktioniert.»

46 Feuerwehrleute waren am Samstag im Einsatz, darunter die Neumitglieder Ralph Laterner und Luxsanee Ehrsam. Laterners Motivation, der Feuerwehr beizutreten: «Ich möchte der Gemeinde etwas zurückgeben.» Ehrsam ergänzt: «Und, ich wollte einfach kein langweiliges Hobby.»

Vom Aussterben bedroht

Langeweile kam auch beim Publikum nicht auf. «Es war aufregend, einen Einsatz mitzuerleben», so Marc Egli aus Unterengstringen. Seine Enkelin Elin (5) fand die Darbietung «cool». Nur, als ein Opfer ohnmächtig wurde, habe sie etwas Angst gekriegt.

«Wir bieten eine Mischung aus Show und Realität», sagt Saxer. «Das ist auch Werbung für uns.» Ähnlich sieht dies Regula Lieberherr, Präsidentin des Samaritervereins: «Unser Verein ist vom Aussterben bedroht. An Anlässen wie diesem machen wir auf uns aufmerksam.»
Beim Apéro werden Zuschauer wie Einsatzkräfte mit Gebäck, Weisswein und Apfelsaft verköstigt. «Die Hauptübung ist immer ein Dorfanlass», meint Grit Barandun aus Weiningen, «hier treffe ich Leute, die ich lange nicht gesehen habe.»

Auch die Kinder schwatzen miteinander. Joel (5) beschäftigt eine Frage. Er zeigt auf die Baugrube: «Wie kamen die Autos da rein?» Die Antwort erhält er kurze Zeit später. Dann werden die Autos mit einem Kran aus der Grube gehoben – auf demselben Weg, wie sie reinkamen. Ganz ohne Knall.