Parkplätze
Günstige Bahnhof-Parkplätze sollen günstig bleiben

Mit dem Auto zum nächstgelegenen Bahnhof, von dort mit dem zug in ein verkehrsmässig viel stärker belastetes Zentrum: So verstehen die SBB ihr «Park and Rail»-Angebot - und bieten es zum günstigen Tarif an.

matthias kessler
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Günstige Bahnhof-Parkplätze sollen günstig bleiben

Günstige Bahnhof-Parkplätze sollen günstig bleiben

Limmattaler Zeitung

6 Franken pro Tag, 60Franken im Monat, 600Franken im Jahr: Diese Beträge verlangen die SBB für einen ihrer 156Parkplätze beim Bahnhof Dietikon und dieselben Beträge verlangt die Stadt Dietikon auch beim Bahnhof Glanzenberg für die Benützung ihrer «Park and Rail»-Anlage.

Damit weist der Bezirkshauptort im Vergleich mit anderen Bahnhöfen im Mittelland günstige Parkiermöglichkeiten für Pendler aus, wie das grosse Bahnhofsranking dieser Zeitung zutage förderte (Ausgabe vom 22. Oktober).

Teurer ist es beispielsweise am Bahnhof Baden, wo für ein Tag 8Franken verlangt werden, oder am Bahnhof Brugg, wo ein Tag 10Franken kosten. Günstiger parkiert man hingegen in Gelterkinden, Oensingen und Rheinfelden, (jeweils 5Franken pro Tag) sowie beim Bahnhof Grenchen Süd (4Franken am Tag).

Besserer Zugang zum öV

Die Preise richteten sich «nach Angebot und Nachfrage sowie der Lage» der «Park and Rail»-Anlage, erklärt Daniele Pallecchi von der Medienstelle Zürich der SBB.

Ziel sei es, die kombinierte Mobilität zu fördern: «Wer an einem Ort wohnt, der keinen Bahnhof hat oder nicht optimal durch den öffentlichen Verkehr erschlossen ist, soll durch P+Rail-Anlagen einen besseren Zugang zum öffentlichen Verkehr erhalten», so Pallecchi. Anstatt mit dem Auto in ein überlastetes Zentrum wie die Stadt Zürich zu fahren, könne man den nächsten Bahnhof ansteuern und von dort auf den Zug wechseln, um das eigentliche Ziel zu erreichen.

Keine Änderungen geplant

Von den Einnahmen des Parkplatzes beim Bahnhof Dietikon erhält die Stadt laut Stadtpräsident Otto Müller 40Prozent des SBB-Nettoertrags; sie sorgt im Gegenzug für den Unterhalt, die Erneuerung, die Reinigung und den Winterdienst. Die Gebühren, welche die SBB erheben, würden, so Müller, «im Einvernehmen mit der Stadt festgelegt». Für die Stadt gehe es darum, das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr attraktiv zu gestalten.

Die Tarife der Anlage am Bahnhof Glanzenberg (100Parkplätze) entsprechen jenen am Bahnhof Dietikon. Eine Änderung der Ansätze steht laut Müller nicht zur Diskussion.