Schlieren
Grüne Pfähle für zweite Etappe – und gegen Wildparkierer

Auf dem Sony-Areal beim Bahnhof wurde eine grosse Fläche mit grünen Pfählen bestückt - akkurat in Reih und Glied postiert. Doch was verbirgt sich dahinter?

matthias kessler
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Eine Kunstinstallation? Nein, der Fussabruck der zweiten Bauetappe. zvg

Eine Kunstinstallation? Nein, der Fussabruck der zweiten Bauetappe. zvg

Limmattaler Zeitung

In verschiedenen Grüntönen stehen sie da, die Pfähle auf dem Sony-Gelände beim Schlieremer Bahnhof. Akkurat in Reih und Glied postiert, harren sie der Dinge, die da kommen: Sonne, Wind, Regen, Gewitter. Doch was stellen sie dar? Geht es um ein grossflächiges Kunstprojekt? Wird damit allenfalls eine Rasenfläche symbolisiert? Oder entsteht vielleicht sogar eine neue Pfahlbausiedlung?

Die Gründe für den Pfahlbau sind nicht (welt)kulturhistorisch, sondern viel profaner – hinter dem Aufbau stehen in erster Linie praktische Überlegungen. Zum einen ging es schlicht um die Darstellung des Grundrisses der geplanten zweiten Bauetappe, wie Christian Caduff, Projektleiter bei der Grundstückseigentümerin, der Gebäudeversicherung Zürich, erklärt.

Gegen die gähnende Leere

Zum anderen sei eine solch grosse leere Fläche unattraktiv für die bestehende Mieterschaft, so Caduff. Und: Die Fläche sollte nicht anderweitig genutzt werden, beispielsweise von Wildparkierern. «Wir haben uns überlegt, eine Magerwiese anzusäen», sagt Caduff. Wegen der notwendigen Wachstumsphase habe man aber davon abgesehen. Schliesslich habe man sich für eine Art temporäre Kunst am Bau entschieden und die Variante mit den grünen Pfählen umgesetzt.

Büros – oder doch Wohnungen?

Bezüglich der zweiten Bauetappe gehe man derzeit von der Erstellung eines Bürogebäudes aus, so Caduff. Allerdings suche man dafür einen Ankermieter, der mindestens 60Prozent der Fläche übernehme. Klappe dies nicht, werde man Wohnungen erstellen. Baubeginn ist im Lauf des Jahres 2012 geplant. Gedanken, wie man die grosse, noch ungenutzte Fläche neben der bereits bezogenen Bauetappe nutzen soll.