Bei seiner Sitzung am Donnerstag hatte der Dietiker Gemeinderat intensiv über Tempo 30 diskutiert. Mobilität spielte auch im Weiteren eine wichtige Rolle. Konkret bei der Diskussion um die Antwort des Stadtrats auf eine Interpellation von Michael Segrada (FDP).

Er hatte den Stadtrat sinngemäss gefragt, ob die Stadt einen Beitrag dazu leiste, dass in Dietikon Schnellladestationen für Teslas erstellt werden, etwa indem die Stadt Standortvorschläge einreicht. Der Stadtrat hatte geantwortet, dass er die Elektromobilität unterstütze, dass aber die markenspezifische Förderung nicht Sache der Öffentlichkeit sei.

Segrada gab zu bedenken, dass er seine Interpellation bewusst etwas provokativ anging, dass Tesla die Kosten solcher Schnellladestationen jeweils vollständig übernehme und dass auch er sich eine Markenunabhängigkeit wünsche. Doch ein Anbieter sei nun mal der erste. Segrada hofft nun, dass die Stadt in Zukunft das Thema E-Mobilität zukunftsgerichtet und bedürfnisgerecht analysiere.

Befürwortung für Lade-Standard

Martin Christen (CVP) sagte namens seiner Fraktion, dass diese den Antworten des Stadtrats nur zustimmen könne. «Am meisten würde die Problematik aber entschärft werden, wenn sich die Elektroautohersteller auf einen einzigen Standard einigen würden, sodass also jedes Elektroauto jede Schnellladestation nutzen könnte», sagte Christen.

Beat Hess (Grüne) nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass seine Partei grundsätzlich gegen die Förderung des motorisierten Individualverkehrs sei, ob nicht-elektrisch oder elektrisch: «Wir fördern lieber Fuss- und Veloverkehr.»

Catherine Peer (SP) äusserte ihre Verwunderung darüber, dass «ausgerechnet jemand aus der FDP», die sonst Marktwirtschaft, Eigenverantwortung und die Nichteinmischung des Staates propagiere, einen solchen Vorstoss gebracht habe. Die SP finde wie die CVP, dass die Hersteller für mehr Ladestationen sorgen sollten, wenn sie mehr E-Autos verkaufen wollten. «Ansonsten sind wir sehr interessiert an Elektrowägen und an Ladestationen», sagte Peer. Ihre Fraktion wolle der E-Mobilität nicht im Wege stehen.

Neben den Antworten auf die Interpellationen zu Tempo 30 und zu Tesla-Ladestationen wurden auch jene auf die Interpellationen von Beat Kunz (CVP) zur finanziellen Unterstützung der Nachbarschaftshilfe und zu den Einflussmöglichkeiten der Hochbauabteilung auf Neubauten behandelt sowie jene von Philipp Müller (FDP) zu den Massnahmen zugunsten des Gewerbes während dem Bau der Limmattalbahn.