Urdorfer Schlagernacht
Grösste Limmattaler Schlagerparty verwandelt die Zentrumshalle in einen Hexenkessel

Die zweite Urdorfer Schlagernacht zog rund 1000 Besucher an. Die nächste Auflage ist bereits geplant.

Daniel Diriwächter
Merken
Drucken
Teilen
Die Zentrumshalle in Urdorf bei der Schlagernacht
5 Bilder
Der Auftritt der Jungfidelen gab die Stilrichtung des Abends vor.
Urdorfer Schlagernacht 2018
Nach den Jungidelen folgten die Grubertaler, welche mit viel Applaus in der Zentrumshalle empfangen wurden.
Nach den Jungidelen folgten die Grubertaler, welche mit viel Applaus in der Zentrumshalle empfangen wurden.

Die Zentrumshalle in Urdorf bei der Schlagernacht

Daniel Diriwächter

Als vor zwei Jahren sechs Freunde planten, die «grösste Schlager-Party des Limmattals» steigen zu lassen, trafen sie ins Schwarze. Die erste Ausgabe war ein voller Erfolg, sodass am Samstag die zweite Urdorfer-Schlagernacht über die Bühne ging. Dabei war Schlagermusik ursprünglich nicht die zentrale Idee des OK-Teams rund um Chef Marcel Weber. «Wir sechs Festfreunde planten ein Rock-Open-Air-Festival im Reppischtal, das aber nicht zustande kam. Also fokussierten wir uns auf die Zentrumshalle Urdorf und den Schlager», sagte der Urdorfer.

Rund 1000 Eintritte konnten verbucht werden. «Es ist ein qualitativ hochstehender Anlass, Festbänke haben wir zum Beispiel keine. Wir haben dafür neben einer Tribüne viele Tische, an denen man bedient wird und essen kann.» Dennoch erinnerte die Halle an ein edles Bierzelt am Oktoberfest. Viele Frauen erschienen im Dirndl, einige Männer in Lederhosen. Von Beginn weg wurde geklatscht und geschunkelt und die Nacht, deren Türöffnung schon um 16 Uhr war, nahm ihren Lauf.

Ein Grüezi für alle

Beeindruckend war die Bühne, die den Künstlern neben genügend Platz auch eine respektable Lichtshow bot. Weber selbst begrüsste dort singend seine Gäste mit einem Schlager, der ihm vom Sänger Stefan Roos auf den Leib geschrieben wurde. «Ich dachte mir, dass ich damit einen Wiedererkennungswert schaffe. Zudem kann ich so allen auf einmal Grüezi sagen», sagte Weber.

Dann überliess er das Feld den Profis und den Auftakt bildeten die Jungfidelen. Die jungen Musiker aus Kärnten machten ihrem Namen alle Ehre. Ihre eingängigen Party-Kracher – Andreas Gabalier liess grüssen – gaben die Stilrichtung des Abends vor. Auf die Jungfidelen folgte die österreichische Sängerin Melissa Naschenweng, einzige Dame des Line-ups, bei der es ebenfalls kein Halten mehr gab.Auf sie folgte der Auftritt der Grubertaler aus dem Tirol, die riesigen Applaus ernteten. Sie alle spielten je eine Dreiviertelstunde. Hauptakt des Abends war das Nockalm Quintett; schlicht die «Nockis» genannt. Seit mehr als 30 Jahren stehen die fünf Herren aus Österreich im Rampenlicht, sorgen für ausverkaufte Hallen und verkaufen Alben wie warme Semmeln. In Urdorf waren die «Nockis» nicht nur musizierend höchst willkommen. «Die Technik des Abends gehört dem Nockalm Quintett», so Weber.

Nächste Auflage bereits geplant

Er liess es sich zudem nicht nehmen, auf die Schlagernacht 2019 hinzuweisen, die wohl wieder dem volkstümlichen – und österreichischen – Schlager huldigen wird. Angekündigt wurden unter anderem die Paldauer. Auch wurde aus der Urdorfer-Schlagernacht ein Verein, dem man nun beitreten kann, wie Weber verkündete. Doch zunächst konzentrierte sich das Publikum auf diese eine Nacht in Urdorf, der eine After-Party folgte. «War des a Gaudi!», waren sich alle Anwesenden einig.