Schlieren
Grosshändler bringt 100 neue Stellen – und mehr Verkehr

«Wir sind immer für Sie da», lautet die Devise des westschweizer Grosshändlers Aligro. Ab November gilt dies auch für Schlieren und die umliegenden Gemeinden. Dann eröffnet Aligro einen neuen Cash- und Carry-Markt in der Industriezone.

Ladina Trachsel
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Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin

Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin

Jürg Krebs

Das einstöckige Gebäude sowie das überdachte Parking sollen eine Gesamtfläche von mehr als 10000Quadratmeter einnehmen, wie der Firmenwebsite zu entnehmen ist. Das entspricht etwa einem grossen Fussballfeld. Und genau da wird das Grossprojekt auch geplant: auf dem ehemaligen Fussballfeld der Post an der Bernerstrasse 335. Gebaut wird seit 2010.

Auswahl an Artikeln und Stellen

Das Sortiment von rund 20000Artikeln wird nicht nur für den Gastronomiebedarf zugänglich sein, wie es bei anderen Cash- und Carry-Märkten üblich ist, sondern auch für Privatpersonen verkauft. Jedoch wird alles in XXL-Grössen angeboten: Fleisch und Gemüse gibt es nur in Grossmengen. Dementsprechend tief werden die Preise gehalten: Sie liegen rund 30 Prozent tiefer als bei Migros oder Coop.

Das Geschäft in Schlieren wird Aligros fünftes Geschäft schweizweit und das erste in der Deutschschweiz. Die Eröffnung im Herbst bringt 100 neue Arbeitsplätze nach Schlieren. Zurzeit sind gemäss der Homepage von Aligro noch diverse Stellen zu besetzen: Von Sektorenleiter für Fisch, Früchte und Gemüse über Bäckerei- und Metzgereimitarbeiter bis zu Verkaufs- und Administrationspersonal werden noch viele Mitarbeitende gesucht.

Bei den angebotenen XXL-Lebensmittelmengen ist das Einkaufen ohne Auto fast nicht möglich. Somit dürfte der neue Markt auch einigen Mehrverkehr generieren. Wie Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin auf Anfrage sagt, werde jedoch bei einem solchen Grossprojekt die Lage auch anhand der bereits vorhanden Verkehrsroute bestimmt. «Wir achten darauf, dass der Ort verkehrsgünstig liegt», so Brühlmann. So verwundert es nicht, dass der neue Cash & Carry nicht im Stadtzentrum, sondern nahe der Autobahnausfahrt liegt. Für die Anwohner werde der zusätzliche Verkehr bestimmt eine neue Belastung darstellen, sagt Brühlmann. Doch das Quartier sei sehr stabil und viele Bewohner seien schon sehr lange in der Gegend.

Zentrum wird nicht belastet

Auch Standortförderer Albert Schweizer glaubt nicht, dass der zusätzliche Verkehr problematisch werden könnte. Schliesslich rolle dieser vor allem zu Tageszeiten und belaste das Zentrum nicht. Wie Schweizer sagt, sei die Ansiedlung der Aligro-Filiale jedoch nicht von der Standortförderung initiiert oder unterstützt worden. Trotzdem habe man beste Kontakte zum Unternehmen und pflege zumindest in Bezug auf die Besetzung der offenen Stellen eine Zusammenarbeit.

Das neue Angebot bezeichnet Schweizer als zumindest für Gastronomen sicher sehr praktisch, auch wenn in umliegenden Gemeinden bereits Konkurrenz bestehe.