Veloverleih
«Grosses Missverständnis»: O-Bike zieht Velos zurück

Die Stadt Uster hat alle O-Bikes auf städtischem Grund beschlagnahmt. Nun meldet sich das asiatische Start-up und versucht Klarheit in die Situation zu bringen.

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In der Nacht auf Freitag sind in Dietikon plötzlich unzählige O-Bikes aufgetaucht, hier ein Bild aus dem Limmatfeld.
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Die Stadt Dietikon wusste am Freitagmorgen noch nichts von der O-Bike-Invasion. Nur schon um das Gebäude Heimstrasse 1 stehen 20 O-Bikes. Im Hintergrund der Limmat-Tower.
Rund um den Bahnhof Schlieren standen am Freitagmittag elf O-Bikes.
Auch am Bahnhof Dietikon standen zahlreiche solche Velos: hier zum Beispiel beim Veloständer, der sich beim Taxistand befindet.
Kopie von O-Bikes nehmen das Limmattal in Beschlag
...am Bahnhof Urdorf...
...beim Zentrum Spitzacker in Urdorf...
...auf der anderen Seite des Zentrums Spitzackers in Urdorf...
...am Bahnhof Glanzenberg...
...allein am Bahnhof Glanzenberg waren 25 O-Bikes zu finden...
...zum Beispiel auch im Untergeschoss des Veloparkhauses am Bahnhof Glanzenberg...
...sowie auch im Obergeschoss des Veloparkhauses am Bahnhof Glanzenberg.
In Oberengstringen oder am Bahnhof Birmensdorf waren hingegen keine O-Bikes aufzufinden. Im Bild nochmals ein O-Bike am Bahnhof Glanzenberg. Was es mit den O-Bikes auf sich hat und dass sie andernorts schon verboten wurden, lesen Sie unten im Artikel.

In der Nacht auf Freitag sind in Dietikon plötzlich unzählige O-Bikes aufgetaucht, hier ein Bild aus dem Limmatfeld.

Limmattaler Zeitung

Nachdem in der Stadt Zürich rund 900 gelbe Leihvelos des asiatischen Start-ups «O-Bike» verteilt wurden, waren letzte Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nicht nur im Limmattal sondern auch in anderen Regionen, wie zum Beispiel Uster und Dübendorf, solche Fahrräder platziert worden – und zwar ohne Absprache mit den Behörden.

In Uster hat man nun die gelben Zweiräder auf öffentlichem Grund bereits konfisziert. Das zahlreiche Fahrräder aufgestellt werden, ohne vorher mit den Behörden Kontakt aufzunehmen sei nämlich «nicht die feine Art», sagt Sicherheitsvorsteher Jean-François Rossier (SVP) am Mittwoch gegenüber dem «Tages Anzeiger».

Deshalb habe sich die Verwaltung entschieden, die Fahrräder auf öffentlichem Grund einzusammeln. Rund 20 Stück haben die Ustermer seither vom Bahnhof und von den Trottoirs der Stadt entfernt.

Velos ausserhalb der Stadt werden eingezogen

Dabei erhält die Stadt nun gar Unterstützung von O-Bike, berichtet «20min». So würde es sich laut einer O-Bike-Sprecherin um ein grosses Missverständnis handeln: «Es gab einen Abstimmungsfehler zwischen O-Bike und dem lokalen Lieferanten.» Dieser werde nun korrigiert. So sollen alle O-Bikes, die sich ausserhalb der Stadt Zürich befinden, bis Freitag wieder eingezogen werden. (lgi)