Aesch

Grosser Schritt für die Erweiterung der Schule

Schulkinder betätigen sich kreativ.  zvg

Schulkinder betätigen sich kreativ. zvg

Die Absicht der Schulpflege, das Primarschulhaus Nassenmatt zu erweitern, scheint in Aesch gut anzukommen. Am Mittwochabend kamen die drei Anträge von Schulpflege und Gemeinderat bei den 76 Stimmberechtigten einstimmig durch.

Die Schule kann 3246 Quadratmeter Land zu einem Preis von rund 147000 Franken kaufen. Ferner erhielt sie einen Projektierungskredit von 280000 Franken gesprochen, um das Vorhaben der baulichen Erweiterung neben dem Schulhaus Nassenmatt planerisch voranzutreiben. Schliesslich stimmte die Versammlung der politischen Gemeinde einer Teilrevision des Zonenplans zu.

Bis 140 Schüler

Beim Geschäft Landerwerb erklärte Liegenschaftenvorstand Christoph Gysel, man erwarte bis zum Jahr 2019 zehn bis zwanzig neue Schüler jährlich. Man geht von einer Schülerzahl von 90 bis 140 aus. Zwei Grundstufen und fünf Primarschulklassen könnten geführt werden. Schulreformen, individualisierender Unterricht, Therapie- und Stützmassnahmen, Schulsozialarbeit und Tagesstrukturen würden den Mehrbedarf erklären. Auf dem bestehenden Areal sei ein Anbau nicht möglich, weil die Platzverhältnisse dies nicht erlaubten.

Im Verlaufe der Diskussion wurde die erwartete Schülerzahl in Zweifel gezogen. Auch fragte jemand, ob es nicht wirklich besser gewesen wäre, auf dem bestehenden Areal zu bauen. Dem widersprach Gysel erneut. Die Baukommission habe sich Gedanken gemacht, man wolle aber die Wohnungen auf dem Areal behalten, was gegen Vandalismus vorbeuge. Das Dorfstrassenschulhaus werde man verkaufen, erklärte Schulpräsidentin Petra Mörgeli auf eine Frage aus der Gemeinde. Was mit dem alten Kindergarten geschehe, werde man sich noch überlegen.

Kostensicherheit angestrebt

Bezüglich Projektierungskredit von 280000 Franken orientierte Markus Foitek, Finanzvorstand der Schule, dass nebst der Deckung des Zusatzbedarfs auch die notwendigen Sanierungsmassnahmen wie behindertengerechte Erschliessung und Feuerpolizeiliche Mängel angegangen würden.

Die Baukommission strebe eine Gesamtleistungssubmission an mit einem Bauherrenberater. Mit einem Gesamtleistungsanbieter wolle man möglichst hohe Kostensicherheit erreichen. Ferner skizzierte er den Zeitplan: Der Baukredit soll in der ersten Hälfte 2013 an die Urne, die Fertigstellung auf Beginn des Schuljahrs 2015/2016 erfolgen.

Auf- und Abzonung

Der Versammlung der Politischen Gemeinde oblag es, die planerischen Konsequenzen der Entscheidungen zuvor vorzunehmen. Bei der Teilrevision des Zonenplans mussten zwei Dreiecksflächen von der Landwirtschaftszone in die Zone für öffentliche Bauten umgezont werden. Wie Gemeindepräsident Hans Jahn erklärte, stellte der Kanton zwei Bedingungen. Das beim Bau abgetragene Humusmaterial muss zur Bodenverbesserung andernorts wieder aufgetragen werden.

Im weiteren muss bei Werkhof eine gewisse Fläche ausgezont werden. Der Bewertungsverlust beträgt für die Politische Gemeinde 163148 Franken, was laut Jahn liquiditätsmässig keine Auswirkungen habe.

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