Dressurtage in Dietikon

Grosse Teilnehmerzahl und das Wetter fordert die Organisatoren

Heinrich Furrer wird als einer der wenigen Männer auch dieses Jahr wieder an den Dressurtagen in Dietikon starten.

Heinrich Furrer wird als einer der wenigen Männer auch dieses Jahr wieder an den Dressurtagen in Dietikon starten.

Die Dressurtage in Dietikon haben deutlich mehr Anmeldungen als im letzten Jahr.

Noch wird auf dem Reitplatz Fondli in Dietikon fleissig gearbeitet. Die Vorbereitungen für die Dressurtage, die morgen beginnen, laufen auf Hochtouren. Dann werden während drei Tagen Reiterinnen und Reiter aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland sich mit ihrem Pferd der Jury präsentieren und um eine möglichst hohe Punktzahl reiten. 300 sind es in diesem Jahr insgesamt – und damit über ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. «Wir freuen uns sehr, dass so viele zugesagt haben», sagt Sybille Di Lorenzo, Präsidentin der Reitgesellschaft an der Limmat, welche die Dressurtage organisiert.

Dass dieses Jahr deutlich mehr Reiterinnen und Reiter am Start sind als noch 2016, habe wohl damit zu tun, dass man in den letzten Jahren die Dressurtage gut organisiert habe, mutmasst Di Lorenzo. «Die Reiterinnen und Reiter legen sich jeweils ein Jahresprogramm zurecht und entscheiden, an welchen Anlässen sie teilnehmen.» Ein anderer Faktor könnte aber ebenfalls einen Einfluss gehabt haben. Die Dressurtage wurden in diesem Jahr nämlich nach hinten verschoben. «Auf einem anderen Platz fand am gleichen Wochenende, an dem wir normalerweise die Dressurtage durchgeführt hätten, ein ähnlicher Wettbewerb statt», erläutert Di Lorenzo. «In solchen Fällen nimmt man aufeinander Rücksicht. Also haben wir uns für das letzte Wochenende im April entschieden.» Denn dann fände sonst kein Dressurwettbewerb statt.

Durch die rege Teilnehmerzahl beginnen die Prüfungen bereits ab 7 Uhr und dauern bis in den späten Abend hinein. «Wir haben wirklich ein vollgepacktes Programm», sagt Di Lorenzo. «Mehr Anmeldungen wären wohl gar nicht mehr möglich.»

Die hohe Zahl der Teilnehmenden ist für die Organisatoren ohnehin eine logistische Herausforderung. So habe man gewisse Prüfungen aufteilen und zusätzliche Helferinnen und Helfer suchen müssen, sagt Di Lorenzo. «Und das ist gar nicht so einfach für einen Anlass, der bis zu 14 Stunden dauern kann.»

Hinzu kommt, dass man das Rahmenprogramm erweitert hat. In diesem Jahr findet während der Dressurtage erstmals ein Reiterflohmarkt statt. «Dort können Reiterinnen und Reiter alles kaufen, was mit Pferden zu tun hat», sagt Di Lorenzo. Oft sei es nämlich so, dass man etwas kaufe, für das man ein Jahr später keine Verwendung mehr habe. «Das gilt vor allem für die Ausrüstung bei Kindern, die relativ schnell aus den Sachen herauswachsen.»

Wieder Regen angesagt

Der Reiterflohmarkt findet am Samstag von 10 bis 15 Uhr statt. Um 17 Uhr dann startet eines der Highlights: die OKV-Mannschaftsdressur, bei der jeweils drei Reiterinnen und Reitern gleichzeitig ihr Können im Viereck beweisen, jener Fläche, wo Ross und Reiter von der Jury begutachtet werden. Und diese hoffen auf möglichst trockene Bedingungen. Zumindest sehen die Prognosen für Samstag besser aus als für morgen Freitag, wo es wie schon in den vergangenen Tagen regnen dürfte. Überhaupt könnte der Regen die Organisatoren vor Probleme stellen - wie schon 2016. Damals waren im Viereck Pfützen entstanden. «Das sind dann unfaire Bedingungen», sagt Di Lorenzo. Deshalb habe man Wasser abpumpen müssen - «als äusserste Option».

Diese Option könnte nach den Regenfällen der letzten Tage durchaus wieder zum Thema werden. «Aber das wäre immer noch besser, als wenn es wieder schneien würde», sagt Di Lorenzo. Wenigstens das scheint Ross und Reiter erspart zu bleiben.

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