In einem Jahr wird Schlieren zehn Tage lang kopfstehen. Vom 4. bis zum 13. September 2015 findet nämlich die nächste Ausgabe des grössten Fests der Region, des Schlierefäschts, statt. Das Organisationskomitee um Rolf Wild lud jedoch bereits ein Jahr vor dem Startschuss zu einer grossen Sause im Wiesngaudizelt auf dem Goldschlägiplatz, um den über 200 Zuschauern die Highlights am «Schliere Lacht» 2015 zu präsentieren. Der Grund für das zahlreiche Erscheinen des Publikums sei simpel, sagte Pressesprecher Charly Mettier: «2011 gaben wir die Namen der Bands fortlaufend bekannt. Heuer entschieden wir uns, die ersten Highlights erst am Kick-off-Event mitzuteilen.»

Und diese Strategie ging auf: Die Spannung im Festzelt war gross vor der Bekanntgabe der Künstler, die am Stadtfest allesamt gratis auftreten. Dann erlöste Programmchefin Barbara Gysling das Publikum: Neben Stars wie der Spider Murphy Gang, Marc Sway, Nubia, Dodo Hug, Nicolas Senn und Gardi Hutter stehen am Schlierefäscht etwa auch die ABBA-Coverband «ABBA 99» oder EX-Missschweiz Stephanie Berger mit ihrem Comedy-Programm auf der Bühne. Ein erstes musikalisches Zeichen setzte Plüsch-Mitglied «Ritschi» bereits am Infoanlass mit einem Überraschungsauftritt. Er wird mit seinem Soloprogramm in einem Jahr ebenfalls in Schlieren auftreten.

Das Theater strapazierte Nerven

Am letzten «Schliere Lacht» bildete die Niederdorfoper, inszeniert von Karin Berry, einen der Höhepunkte. Daher wollten die damaligen Laienschauspieler und viele Theaterbegeisterte in der Stadt schon seit Langem wissen, welches Stück beim nächsten Schlierefäscht aufgeführt wird. Vor allem der leidenschaftliche Laienschauspieler und Gemeinderatspräsident, Rolf Wegmüller, habe ihn die letzten Monate per Mail richtiggehend gelöchert, sagte Wild. Als der OK-Präsident bekannt gab, dass die Wahl auf Friedrich Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame» gefallen sei, freute sich Wegmüller sichtlich.

Zu den weiteren Highlights des kommenden Schlierefäschts gehören ein Wasserspiel mit einer Grundfläche von 400 Quadratmetern und bis zu 40 Meter hohen Fontänen auf dem Stadtplatz, der traditionelle Festumzug, das Feuerwerk am Mittwochabend und erstmals auch ein Jahrgangstreffen unter dem Titel «Widerluege», für welches sich Interessierte im Vorfeld online anmelden können. Abwechslungsreich wird das kulinarische Angebot am Fest ausfallen, wie Gastro-Chef Stephan Bernet versicherte: «Bereits jetzt sind 90 Prozent aller Flächen für Gastrostände reserviert», sagte er sichtlich zufrieden.

Bereits 650 000 in der Kasse

Auch die Finanzierung des Fests ist laut OK-Sponsoringchef Albert Schweizer bereits auf einem guten Weg. Nachdem das Schlieremer Parlament bereits einen Betriebsbeitrag in der Höhe von 300 000 Franken genehmigt hat, konnten er und Wild über Sponsorengelder weitere 350 000 Franken auftreiben. «Unser Ziel liegt bei 560 000 Franken. Wir werden deshalb in den kommenden Monaten sicher auch bei ihnen an die Tür klopfen», wandte sich Schweizer an die Firmeninhaber im Publikum. Und das OK will das Publikum am Fest auch dazu bewegen, Gutes zu tun: Vor und während des zehn Tage dauernden Fests verkauft es rote Clownnasen im Rahmen der Aktion «Rote Nasen». Der Reinerlös geht an die Behindertenstiftung Solvita.