Dietikon
Grill-Fans bürden der Stadt viel Arbeit auf

Mit der Sommerhitze hat im Grunschen-Park die Zeit der riesigen Abfallberge begonnen. Die Kampagnen dagegen haben nichts genutzt.

David Egger
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Mit der Sommerhitze hat in der Grunschen die Littering-Saison wieder begonnen.
12 Bilder
Sowohl die Stadt als auch Privatpersonen haben schon diverse Kampagnen lanciert. Doch nichts nützt.
Der Abfall ekelt nicht nur an, sondern wirft auch Fragen auf: Wer braucht so viel Ketchup? Siehe den roten Kessel unten links.
Ist es schönes Wetter, werden die Güsel-Chaoten auch am nächsten Weekend vor Ort sein.
Die Mitarbeiter der Stadt lesen jeden Montagmorgen in der Grunschen den Dreck anderer auf.
Viel Abfall landet irgendwo in der Wiese.
Würden Sie sich hier hinsetzen?
Hätten Sie hier Lust zu grillieren?
Auch Kleider bleiben liegen.
Dass man den Abfall auch anders entsorgen kann, zeigen die nächsten Bilder.
Etwas vorbildlicher als der Rest: Diese Litterer haben ihren Grill-Abfall in Abfallsäcke verpackt und neben die Abfalleimer gestellt.
Grunschen-Güsel

Mit der Sommerhitze hat in der Grunschen die Littering-Saison wieder begonnen.

deg

PET-Flaschen, Alu-Dosen und ein grosser Ketchup-Kessel: Wer am frühen Montagmorgen durch die Dietiker Grunschen an der Reppisch geht, sieht so allerhand. Denn mit dem schönen Sommerwetter kehrt nicht nur Leben, sondern auch viel Abfall zurück in den Park. Oft bleiben die Pappteller und Bananenschalen auf dem Boden liegen.

Dabei haben sich die Stadt Dietikon und ihre Bewohner schon mehrfach dafür engagiert, dass sich die Abfallsituation in der Grunschen verbessert. Politiker lancierten Postulate, die Polizei machte Kontrollen und 2004 lebte ein Mann drei Wochen lang in einem Tipi auf der Grunschen, um deren Benutzer mit sanftem Dialog dazu zu motivieren, sich richtig zu verhalten. Die Stadt hängte Plakate auf. Und eine Anwohnerin lancierte als Privatperson ein Fotorätsel, um auf die Natur aufmerksam zu machen. Die Güsel-Chaoten lassen sich davon nicht beeindrucken.

Einen kleinen Lichtblick gibt es aber: Manche Grunschen-Benutzer stopfen ihren Abfall immerhin in Kehrichtsäcke, die sie neben die Abfalleimer stellen. Auf einen Teil davon sind sogar Kehrichtmarken geklebt. So wird zumindest ein Teil der Entsorgungskosten gedeckt.

Das Amt für Umwelt und Gesundheit der Stadt Dietikon hatte gestern keine Zeit für eine Stellungnahme, da es anderweitig engagiert war. Aber mindestens ein Mitarbeiter machte sich gestern Morgen im leichten Regen daran, den Dreck anderer Leuten von der nassen Wiese zu entfernen. Er wird es diesen Sommer noch oft tun. Denn in Sachen Littering-Problem ist weiterhin keine Besserung in Sicht.