Limmattal
Grill an! Die heimische Küche hat jetzt Sommerferien

Grillieren ist des Sommers Lust. Das Limmattal verfügt über viele lauschige Grillplätze für ein leckeres Outdoor-Dinner – eine Auswahl.

Daniel Diriwächter
Drucken
Teilen
Rund ums Grillieren im Limmattal
6 Bilder
Wo ein Grill frei ist, kann grilliert werden
Eine Grillstelle am Fluss
Kunstvoller Brunnen beim Grillplatz Gigeliboden.
Ein Hoch auf die Nationalwurst
Grilliertes Gemüse ist im Trend.

Rund ums Grillieren im Limmattal

Christian Murer

Was wäre der Sommer ohne nicht mindestens eine Cervelat am Feuer zu braten? Das steinzeitliche Zubereiten von Lebensmitteln hat bis heute Bestand und steht in allen Gesellschaftsschichten hoch im Kurs. Doch schnöde Einweg- oder Elektrogrillgeräte sind natürlich Pipifax, wenn es ums echte Grillieren mit Holz geht. Eigens dafür gedachte Freiluft-Kochstellen gibt es viele im Limmattal – wir stellen einige Plätze vor und kennen die passenden Gourmet-Tipps:

Dietikon lockt mit gleich fünf offiziellen Grillstellen für nahrhafte Stunden in der freien Natur. Tatsächlich befindet sich mitten im Dietiker Naherholungsgebiet Antoniloch eine Grillstelle. Dort lässt es sich vorzüglich Gemüse zubereiten, denn das Antoniloch gilt auch für zahlreiche Tiere als geschützter Rückzugsort. Ein Steak zu braten wäre schon fast dreist. Anders bei der Grillstelle Grunschen – dort steppt der Bär. Der Park im Reppischtal an der Grenze zu Bergdietikon bietet alles für ein währschaftes Familiengelage - Spielplatz und Finnenbahn inklusive. Die gute alte Nationalwurst, die Cervelat, ist dort ein Muss mit Genuss.

Gediegener geht es bei der Lorenzhütte im Honeretwald zu und her. Um bei der schmucken Forsthütte ein Feuerchen zu entfachen, bieten sich edle Speisen an. So sollte mindestens ein Schweinskotelett grilliert werden, dazu ein feines Weinchen. Eher ein Bierchen ist am Grillplatz Sandbüel angesagt. Um den Hügel, bzw. die Sandmoräne aus der letzten Eiszeit kulinarisch zu würdigen, müsste es schon eine Kalbsbratwurst sein.

Wildes Grillieren

Oftmals sind Grillstellen bereits besetzt und nicht jeder verfügt über ein geselliges Naturell. Also setzte sich das sogenannte «wilde Grillieren» durch. Dank den Einweg-Grills, die es zu kaufen gibt, ist es quasi überall möglich, seine Wurst zu braten. Dennoch gibt es Regeln, die für das «wilde Grillieren» zu beachten sind. Denn grundsätzlich darf man überall grillieren, wo es das Gesetz nicht untersagt. Aber es ist verboten öffentliches oder privates Eigentum zu verunreinigen, zu verändern oder zu beschädigen. Ein Brandschaden auf einer Wiese kann demnach eine Busse mit sich bringen, sollte man erwischt werden. Hochbeinige Grills mit ausreichendem Abstand zum Boden sind von Vorteil. Zur Kasse gebeten wird auch jeder, der während erhöhter Waldbrandgefahr ein Feuer macht. Es wird daher empfohlen, nur an den offiziellen Feuerstellen zu grillieren.

Der Klassiker für eine Grillade ist der Gigeliboden im Guggenbühlwald. Dieser besticht mit dem kunstvollen Brunnen, der vor vier Jahren eingeweiht wurde. Und da Vita-Parcous und Sportplatz auch noch in der Nähe sind, lässt sich das als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen: Leichtes Fleisch wie Poulet-Brüstchen sind erwünscht, um den Outdoor-Fitnessteller zu kreieren.

Bei Aesch ist die Waldhütte Aesch eine hübsche Adresse. Deren Freiluft-Küche ist rustikal und etwas verschwiegen. Die gute alte Schweinsbratwurst mit viel Senf schmeckt dort besonders lecker. Bei Birmensdorf oberhalb vom Bahnhof am Wanderweg gelegen, findet sich auch eine Grill- und Raststätte mit hübschem Panorama über den Dorfkern – ideal, um Spiessli mit Peperoni zu grillen. Urdorf verfügt mit dem Grillplatz beim Honoeretwald über ein gemütlich, überdachtes Rondell, wo geneigte Besucher einen saftigen Hamburger zubereiten können.

Beinahe schon Kult ist der grosse Schlieremer Grillplatz Alter Reitplatz am Waldrand am Ende der Steinackerstrasse. Ideal für alles Fleisch und Gemüse, sprich, eine Grillade im grossen Stil bietet sich geradezu an. Eine WC-Anlage und ein Brunnen sorgen für fünf Sterne-Komfort - eine Reservation ist nötig. Auch Uitikon bietet zwei öffentliche Feuerstellen: Bei der Allmend und bei Ringlikon lässt es sich ruhig und würdevoll unter freiem Himmel speisen. Gegrillte Riesen-Crevetten und Lachs passen dort hervorragend - noblesse oblige, natürlich.

Oetwil trumpft mit dem Grillplatz Schmidrain auf. So malerisch wie die Gemeinde, so auch die Feuerstelle, an der es sich lohnt, länger zu verweilen. Als passender Verzehr sind Lammfleischspiesse geeignet. Exklusiv auch die Grillstelle Moos in der gleichnamigen Freizeitanlage in Geroldswil, die extra gemietet werden muss (für Einwohner kostenlos). Würstchenspiesschen im Speckmantel sind ebenso exklusiv – und dazu noch lecker.

Während man in Weiningen eher den Durst stillt und ein populärer Grillplatz der Redaktion noch verborgen blieb (was auch für die Gemeinde Oberengstringen gilt), ist in Unterengstringen nahe vom Koster Fahr an der Limmat «wildes Grillieren» angesagt – dies erfordert aber die strikte Einhaltung der entsprechenden Regeln (siehe Info-Box). Leckere Pouletschenkel können dabei ebenso wild und schmackhaft sein.

Neben diesen Hot-Spots gibt es eine ganze Reihe von Geheimplätzen, weswegen dieser Artikel selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Fakt ist, dass die «Ferien- und Sommerdestination Limmatstadt» für Grill-Fans so einiges zu bieten hat. Ob eher geschützt im Wald, auf einer blumigen Wiese oder am Ufer der Limmat – alle Ideen für ein Outdoor-Dinner zünden.

Aktuelle Nachrichten