2006: Erste Gespräche mit Bauern und Gründung der Golfpark Herrenberg AG.

2008: Alle involvierten Landeigentümer unterzeichnen Vorverträge. Der Kanton Aargau startet das Mitwirkungs- und Vernehmlassungsverfahren in Bergdietikon und Rudolfstetten-Friedlisberg. 25 Personen machen Eingaben. Der Bergdietiker Gemeinderat spricht sich für den Golfpark aus.

2009: Der Aargauer Regierungsrat und das Aargauer Parlament stimmen der Richtplanfestsetzung zu. Die Teiländerung der kommunalen Nutzungsplanung liegt in Bergdietikon öffentlich auf. Die Initianten unterzeichnen eine Zusammenarbeitsvereinbarung mit Umweltorganisationen.

2010: Wegen einer Anfrage der SP wird der 93-Hektaren-Golfpark im Zürcher Kantonsrat zum Thema. Zudem gehen während der Einsprachefrist bei der Gemeinde Bergdietikon 17 Einsprachen von 41 Personen ein. Im März hält der neu gegründete Verein «No Golf» im Herrenberg eine Pressekonferenz ab: Er will sich gegen den Kulturlandverlust wehren. Der Zürcher Regierungsrat sieht im Golfplatz keine Nachteile fürs Zürcher Limmattal. Da die Stadt Zürich einen Teil des Lands im geplanten Golfpark-Gebiet besitzt, lanciert die SP im Stadtparlament ein Postulat dagegen, dass das Land in Stadtbesitz für den Golfpark verwendet wird. Das Stadtparlament stimmt dem Postulat zu. Die Stadt Dietikon will den Golfpark nicht bekämpfen: Das Parlament lehnt einen Vorstoss von AL, SP und Grünen ab. Mit 321 zu 294 Stimmen sagt die Bergdietiker Gemeindeversammlung Ja zum Projekt. Dafür sind auch die drei Ortsparteien SVP, FDP und Bürgerforum. Der Verein «No Golf» reicht ein Referendum mit 414 Stimmen ein. Es kommt zum grossen Abstimmungskampf. Die Leserbriefe füllen in der Limmattaler Zeitung ganze Seiten. Am 28. November 2010 resultieren 692 Nein- und 651 Ja-Stimmen. Stimmbeteiligung: 77,68 Prozent.

2012: Einer der Initianten kündigt ein neues, noch rund 70 Hektaren grosses Projekt an, über das 2013 abgestimmt werden soll. Doch es scheitert, weil die Stadt Zürich ihr Land nicht dafür hergeben will. Sodann wird das SP-Postulat im Stadtzürcher Parlament offiziell zurückgezogen.

2014: Der Aargau streicht den Golfpark aus dem Richtplan. Ein neues 17-Hektaren-Projekt steht auf Feld eins. Mit einem anonymen Brief wird der Gemeinderat angegriffen. Dann ist es lange ruhig.

2018: Das neue Projekt wird öffentlich. Es ist mit 6,8 Hektaren massiv kleiner als das alte, die Meinungen müssen neu gemacht werden. Zudem ist kein kantonaler Richtplaneintrag nötig. Die Freizeit Herrenberg AG stellt ihr Projekt an einem Info-Abend vor. Neben Nils Planzer und Paul Meier besteht das Team von «Pitch and Putt/Driving Range für Golfer, Freunde und Familie» aus Jan Pfenninger, Gusti Ungricht, Markus Füglister und Philipp Bättig.