Nach dem Sonnenschein der vergangenen Jahre war der Himmel mit dunklen Regenwolken verhangen. Die Besucher des Urdorfer Fasnachtsumzugs liessen sich davon nicht beeindrucken. Als der Umzug mit rund dreissig Wagen und 23 Guggen an diesem Samstagnachmittag an der Weihermattstrasse startete, säumte bereits eine grosse Schar von Fasnachtsfans die Route. Sujets wie «25 Jahre Simpsons», «Rennskifahrer», «Märlistund hat Gold im Mund», «De Wurm isch drin», «Atomkraft», «Max und Moritz», «Ab ins Altersheim» oder «Suzukii-Fliege» waren dieses Jahr aktuell. Und ins Sammeltuch des Gemeinnützigen Frauenvereins flatterten wie immer die Münzen und Noten «für unsere Betagten».

Guggen aus nah und fern lockerten den Umzug auf. Da gabs zum Beispiel die «Drachenspalter» aus Hinwil, gefolgt von den «Stauseehüüler» aus Kleindöttingen, die «Chriesistei-Knakker» von Würenlos, die «Reppischfäger» aus Dietikon mit ihrem Motto «Ab is Iis» sowie die blauen «Stiereschränzer» aus Urdorf. Aus dem Baden-Württembergischen Hechingen machten die Lumpenkapelle «Hudelgai Bätscher» oder die «Weilerhexen» aus Dommelsberg ihre Aufwartung.

Und während die Regenwolken sich im Laufe des Nachmittags zwar zunehmend verdichteten, regnete es an der Fasnacht zum Glück nur Konfetti in rauen Mengen. Da lagerten wohl Hunderte von Säcken voller bunter Papierschnipsel auf den Wagen und in den Händen der Besucher. Ein Vater mit seinem Kleinkind auf den Schultern zeigte sich beeindruckt: «Das war auch dieses Jahr ein toller Umzug.» Und eine ältere Frau meinte: «Die hatten ja Riesenglück mit dem Wetter.»

In der proppenvollen Zentrumshalle amüsierte sich in der Nacht dann ein vorwiegend junges oder jung gebliebenes Partyvolk. Zahlreiche Maskierte und Guggen gaben dem Anlass ihre närrische Note. Für den abtretenden Zeremonienmeister Peter «Leuzi» Leuzinger war dies gleichzeitig die Krönung seiner vierzehnjährigen Tätigkeit: «Das war für mich eine der eindrücklichsten Urdorfer Maskenbälle.»