Limmattal
GLP suchte in Schlieren erfolglos nach Fraktionspartner

Die Grünliberale Partei (GLP) schaffte bei den vergangenen Wahlen zwar den Sprung in die beiden Stadtparlamente Schlieren und Dietikon. In den vorberatenden Kommissionen wird sie allerdings nur im Bezirkshauptort mitreden können.

Florian Niedermann
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Den GLP-Gemeinderäten Andreas Kriesi und Nikolaus Wyss fanden keine Partner für eine Fraktion im Schlieremer Parlament.

Den GLP-Gemeinderäten Andreas Kriesi und Nikolaus Wyss fanden keine Partner für eine Fraktion im Schlieremer Parlament.

zvg

Der Grund: Obwohl die Bezirkspartei mit verschiedenen Schlieremer Parteien Gespräche führte, wollte mit den zwei GLP-Gemeinderäten Andreas Kriesi und Nikolaus Wyss niemand eine Fraktion bilden. «Wir bedauern, dass wir uns nicht mit Mitteparteien zusammenschliessen konnten», sagt Sonja Gehrig, Co-Präsidentin der GLP Bezirk Dietikon. Die politische Arbeit falle einer Partei leichter, wenn sie Einsitz in den Kommissionen erhalte. «Wir werden die Zusammenarbeit mit den Fraktionen aber auch auf anderer Ebene pflegen», so Gehrig weiter.

CVP und EVP bilden in Schlieren schon seit mehreren Jahren eine Fraktion. Sie hätten der GLP erklärt, dass man ihre Parlamentarier erst kennenlernen wolle, bevor man über einen Zusammenschluss nachdenke, sagt die GLP-Co-Präsidentin. Auch eine Anfrage beim letzten verbleibenden Parlamentarier der Grünen – Dominik Ritzmann – führte zu keinem Erfolg: «Er wollte sich lieber der SP anschliessen», sagt Gehrig.

Im Dietiker Parlament wurde die GLP auf ihrer Suche nach einem Fraktionspartner fündig: Durch den Zusammenschluss mit der EVP wird sie künftig in der Geschäftsprüfungskommission und der Rechnungsprüfungskommission einsitzen können.