Dietikon
GLP: Ein Austritt aus der Skos wäre eine «unsinnige Kurzschlussreaktion»

Ein Austritt aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) wäre eine «unsinnige Kurzschlussreaktion». Das schreiben Thomas Lo Russo und Clemens Schroeder, Vorstandsmitglieder der Dietiker Grünliberalen, in einer Mitteilung.

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Die GLP verteidigt den Entscheid der Stadt Dietikon, SKOS-Mitglied zu bleiben.

Die GLP verteidigt den Entscheid der Stadt Dietikon, SKOS-Mitglied zu bleiben.

Sophie Rüesch

Weil ein Austritt Dietikon nichts bringen würde, sei die Empörung über die Entscheidung des Stadtrats, Mitglied der Konferenz zu bleiben, unberechtigt, schreibt die GLP. Damit spielt die Partei auf ein Postulat des Dietiker FDP-Gemeinderats Philipp Müller an. Müller macht dem Stadtrat darin Vorwürfe, weil dieser trotz eines Postulats, das den Austritt forderte, bei der Skos bleiben will. Der Stadtrat missachte damit «den Gemeinderats- und damit den Volkswillen bewusst», schrieb Müller dazu.

Es braucht «tatsächliche Lösungen»

Bei der GLP sieht man das anders: Die Stadt Dietikon habe ein legitimes Eigeninteresse daran, an der Gestaltung der Skos-Richtlinien mitzuwirken, heisst es in der Mitteilung. Wie hingegen ein Austritt aus der Skos dabei helfen solle, auf die Probleme Dietikons aufmerksam zu machen, bleibe «schleierhaft», schreibt die GLP. Stattdessen müsse man «tatsächliche Lösungen» anstreben.

Da der Dietiker Finanzhaushalt vor allem unter den horrenden Kosten der Sozialhilfe leide, müsse der Finanzausgleich fairer gestaltet werden, schreibt die GLP. Dabei sei ein gemeinsames Vorgehen der betroffenen Gemeinden der sinnvollste Weg. Die kürzlich in Regensdorf einberufene Konferenz der Gemeindeexekutiven kleinerer Städte und grösserer Gemeinden mit dem gleichen Problem habe bereits viel Echo ausgelöst. Dass regionale Zentren wie Dietikon keinen Zentrumslastenausgleich erhielten, müsse korrigiert werden: «Entweder muss der Kanton die vollständige Finanzierung des Sozialwesens übernehmen oder der internatonale Lastenausgleich muss fairer ausgestaltet werden.» (BHI)