Spätestens seit die GLP eine Vorführung des Filmes «Taste the Waste» organisierte, ist klar, dass den Exponenten der Sektion des Bezirks Dietikon das Thema am Herzen liegt. Eine neue Aktion fand im Rahmen des Schlieremer Herbstmarktes Mitte September statt. Die Besucher des Marktes durften sich einen Apfel aussuchen.

Zur Wahl standen drei Sorten. Eine der ersten Klasse, die sich durch ihre Grösse auszeichnete und zwei Sorten zweiter Klasse. «Die Letzteren sind in den Regalen der Grossisten nicht zu finden, weil diese denken, dass Konsumenten sie nicht kaufen würden», sagt Sonja Gehrig, Co-Präsidentin der regionalen Grünliberalen.

Ältere Leute an Makel gewohnt

Die GLP wollte herausfinden, welche Passanten mit welchen Begründungen welche Äpfel gewählt haben. «Interessant ist, dass sich viele ältere Leute für die Ware zweiter Klasse entschieden, da sie meist kleinere Äpfel bevorzugen», so Gehrig.

Das häufigste Argument für einen grossen 1.-Klasse-Apfel war seine schöne rote Farbe. Rund die Hälfte der 170 verteilten Äpfel waren solche der ersten Klasse (Gala), während rund 40 Prozent der Passanten sich für einen kleinen der zweiten Klasse entschieden (Jonagold). Den grossen zweiter Klasse, einen Golden Delicious, wählten nur knapp 10 Prozent.

«Es zeigt sich, dass auch die Produkte zweiter Klasse Anklang finden», resümiert Gehrig. Es gelte für die nationale Politik, griffige Lösungen gegen die Verschwendung von Essen zu finden. Auf regionaler Ebene wolle man aber die Menschen für diese Thematik sensibilisieren. (aru)