Limmattal
Gibt es dank frühlingshaftem Wetter Wander- statt Skilager in den Limmattaler Schulen?

Trotz warmer Temperaturen herrscht Zuversicht, dass der Schnee bis zu den Skilagern hält.

Tobias Hänni
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Limmattaler Schulen sind zuversichtlich, dass es ab übernächster Woche in den Bergen nicht so aussieht.

Limmattaler Schulen sind zuversichtlich, dass es ab übernächster Woche in den Bergen nicht so aussieht.

Limmattaler Zeitung

Der Winter kommt nach wie vor nicht so recht in die Gänge. Im Gegenteil: In den letzen zwei Tagen sind die Temperaturen auf frühlingshafte Werte geklettert, die Schneefallgrenze auf 2500 Meter.

Ab heute soll es gemäss Wetter-Vorhersagen zwar wieder kälter werden, doch bereits fürs Wochenende rechnet das Bundesamt für Meteorologie wieder mit «starkem Föhn und Temperaturen bis zu 13 Grad».

Auch in der nächsten Woche geht das Amt von einer Temperatur «über der jahreszeitlichen Norm» aus.

Das mögen für viele erfreuliche Aussichten sein, für andere eher ärgerliche: So hat das derzeit warme Wetter eine Aargauer Schule dazu bewogen, sich fürs Skilager kurzfristig ein Frühlingsprogramm auszudenken: Sie teilte den Schülerinnen und Schülern mit, Wanderschuhe einzupacken, wie der «Blick am Abend» am Montag meldete.

Eine solche Massnahme ist an Schulen im Limmattal, die ab übernächster Woche ihre Skilager durchführen, kein Thema.

«Unser Lager findet in den Flumserbergen statt. Die sind hoch genug gelegen», sagt Susan Baader, Leiterin der Primarschule Weiningen. Wegen Schneemangels mache sie sich deshalb keine Sorgen. «Der Hauptleiter des Lagers war gestern noch dort.

Im Moment sind die Bedingungen gut.» Sollten Skifahren und Snowboarden wegen des Wetters trotzdem ins Wasser fallen, gibt es laut Baader Alternativen: «Schlitteln beispielsweise ist immer angesagt. Oder die Kinder gehen ein zusätzliches Mal ins Hallenbad.».

Ins Hallenbad statt auf die Piste

Auch Regula Waigel, Leiterin der Schule Grabenstrasse in Schlieren, sieht das Skilager für die städtischen Mittelstufenschüler nicht in Gefahr.

«Wir gehen in die Lenzerheide. Dort liegen bei der Bergstation momentan 1,50 Meter Schnee.» Bei Schneemangel würden die Pisten ausserdem beschneit.

«Und sollte es regnen, können wir auf andere Aktivitäten ausweichen, wie Schlittschuhlaufen oder Baden», sagt Waigel. Das Lager finde aber auf jeden Fall statt.

«Ganz bestimmt» durchgeführt wird auch jenes der Sekundarschule Weiningen in Melchsee-Frutt, wie Schulleiter Martin Stalder sagt. «Wir machen uns wegen des Wetters keine Sorgen».

Das Lager finde seit Jahren im Skigebiet in Obwalden statt. «Aus Erfahrung weiss ich deshalb, dass es ziemlich schneesicher ist». Das liegt laut Stalder an dessen Lage: Das Hochplateau ist fast komplett von Gebirgszügen umschlossen.

Nicht ganz aufs Wetterglück vertrauen möchte dagegen Gerold Schoch, Leiter der Dietiker Schulabteilung. Für das Skilager in Klosters für Schüler von der 5. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe gebe es zwar noch keinen fixen Plan B, sollte es zum Skifahren zu wenig Schnee haben.

«Wir haben uns für diesen Fall aber verschiedene Optionen überlegt», sagt Schoch. Eine davon sei, zumindest an einigen Tagen aufs höher gelegene Davoser Gebiet auszuweichen. «Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, beispielsweise ein Iglu zu bauen oder zum Flüela-Pass zu wandern.»

Ein Skilager müsse ja nicht ausschliesslich auf den Pisten stattfinden, sondern könne polysportiv ausgerichtet sein.

Nächste Woche sollen laut Schoch die Teilnehmer des Lagers informiert werden, ob sie neben der Ski- und Snowboardausrüstung etwa auch Badehosen oder Schlittschuhe einpacken sollen.

Für einige Schulen in der Region stellt der mögliche Schneemangel kein Problem dar. So führen etwa die Sekundarschulen von Urdorf und von Birmensdorf-Aesch gar kein Skilager durch.

Letztere hat aufgrund des Wetters aber ihren Wintersporttag in Wangs von morgen auf nächste Woche verschoben, wie es auf Anfrage heisst.