Schluss mit lustig: «Giacobbo/Müller» wird Ende Jahr eingestellt. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Meldung; Viktor Giacobbo und Mike Müller wurden flugs von der Presse belagert. Aber niemand dachte an die dritte Hauptfigur der Sendung: die Kaffeemaschine – wohl die bekannteste der Nation. War sie nicht das i-Tüpfelchen jeder Sendung? Immerhin ist sie für den Running Gag mit der Kaffeepause verantwortlich.

«Giacobbo/Müller»: Technik in Arosa

Besagte Maschine wird vom Komiker-Duo so sehr verehrt, dass sie einst sogar eigens zu einem Gastspiel ans Arosa Humor-Festival transportiert wurde. Es ist schon fast ein Wunder, dass die Kaffeemaschine noch kein eigenes Facebook-Profil, geschweige denn einen Namen hat.

Im Limmattal geröstet

Zum bevorstehenden Ende der Satiresendung durfte Müller am Donnerstag in der «NZZ» auch über Kaffee sprechen. Dabei enthüllte er: Gefüttert wird die Maschine auf dem «Giacobbo/Müller»-Set mit Kaffeebohnen, die im Limmattal geröstet werden. «Viktor und ich schwören auf Ferrari-Kaffee aus Dietikon», bekennt Müller.

Auch Giacobbo liess in einer Homestory für die «Schweizer Illustrierte» bereits verlauten, dass die Dietiker Rösterei «den besten Kaffee» mache.

Solches Lob, so prominent platziert, freut natürlich den Rösterei-Besitzer Renato Ferrari. Einige Kunden würden ihn derzeit auf die Berichterstattung ansprechen, wie er auf Anfrage sagt.

Doch die verwöhnte Kaffeemaschine und damit auch die Dietiker Bohnen sind nur noch bis Ende Jahr am Fernsehen zu bewundern. Ihre Zukunft ist ungewiss; aber ein Ehrenplatz im Leutschenbach wäre ihr zumindest gegönnt.