Oberengstringen
Gewerbeverband thematisiert — Klimadebatte sei ein «Wohlstandsphänomen»

An der Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal fand Präsident Gregor Biffiger (SVP) klare Worte zur Ständeratswahl.

Manuel Reisinger
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Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal
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Am Montagabend wurde die 34. Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal durchgeführt
Seine Spesen verteilte Gregor Biffiger an die wachstumsstärksten Gewerbevereine.

Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal

Manuel Reisinger

Im Gemeindesaal im Zentrum Oberengstringen trafen sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik am Montagabend zur 34. Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal. «In den Anfangsjahren fand noch keine Versammlung dieser Art statt, sonst wäre dies bereits die 40. Delegiertenversammlung», sagte Gregor Biffiger (SVP), Präsident des Gewerbeverbands Limmattal, in seiner Ansprache. Denn der Verband feiert dieses Jahr das 40-Jahr-Jubiläum.
Als Gastgeber wandte sich auch der Oberengstringer Gemeindepräsident André Bender (SVP) an die Anwesenden. Mit einem Blick in die Vergangenheit beschrieb er, wie Oberengstringen von einer kleinen ländlichen Gemeinde, die während der Industrialisierung keinen Anschluss an das Schienenverkehrsnetz erhielt, über die Jahre zu einem aufblühenden städtischen Vorort herangewachsen ist. «Heute ist Oberengstringen ein attraktiver Wohnort zwischen Wald und Fluss», sagte Bender abschliessend.

Auch die Klimadebatte wurde angesprochen. So las Biffiger etwa eine «NZZ»-Kolumne mit dem Titel «Der Aufstand der Gutsituierten» vor. Darin wird thematisiert, dass es sich bei der aktuellen Klimadebatte um ein «Wohlstandsphänomen» handle. Ausserdem sei die Forderung der «grünen Welle», das Wirtschaftswachstum zu stoppen, gemäss der Kolumne aus finanzieller Sicht unrealistisch. Biffiger findet klare Worte bezüglich des zweiten Wahlgangs der Ständeratswahlen: «Wer die grüne Kandidatin wählt, ist selbst schuld.»

Einigkeit bei personellem Wechsel im Vorstand

Die Anwesenden stimmten auch über einen personellen Wechsel im Vorstand des Gewerbeverbands ab. Richard Nydegger, der Ende März als Präsident des Gewerbevereins Engstringen zurückgetreten war, trat ab. Die beiden aktuellen Co-Präsidenten des Gewerbevereins Engstringen, Kleopatra Reumer und Arun Banovi, wurden als neue Vorstandsmitglieder vorgeschlagen. Sie wurden ohne Gegenstimmen angenommen. Des Weiteren wählte die Versammlung Reto Müller als ersten Revisor und Urs Lienhard als Ersatzrevisor. Müller, zuvor als Ersatzrevisor tätig, ersetzt den abtretenden Ernst Vogel.
Biffiger hatte noch eine Überraschung parat: Er verteilte seine Präsidialspesen von 3000 Franken an die Gewerbevereine mit dem höchsten Mitgliederwachstum in den letzten fünf Jahren. 1500 Franken erhielt der um 28 Prozent gewachsene Gewerbeverein Birmensdorf-Aesch. Der Gewerbeverein Uitikon Waldegg erhielt 1000 Franken und der Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil 500 Franken.

Anschliessend gaben Rahel Schuler und Dominique Loss von der Sozialversicherungsanstalt Zürich Einblicke in die Aufgaben der IV-Stelle Zürich. Diese will künftig nicht mehr als Invalidenversicherung, sondern vermehrt als Eingliederungsversicherung auftreten. Denn seit 2016 werden mehr Eingliederungen durchgeführt als Neurenten gesprochen.
Die nächste Delegiertenversammlung des Gewerbeverbands Limmattal findet am 13. November 2020 in Schlieren statt – im Rahmen des 100-Jahre-Jubiläums des Schlieremer Gewerbevereins.