Weiningen

Gewerbepark: 15 Leute mehr im Chrummacher

Heute gehts los: Der Neubau der Auto AG Limmattal im Gewerbepark.

Heute gehts los: Der Neubau der Auto AG Limmattal im Gewerbepark.

Zwei Drittel des Gewerbeparks an der Limmattalstrasse sind gebaut. Gleich mehrere Stadtzürcher Firmen sind neu hier. Heute eröffnet die Investorin ihren Betrieb.

103 Stimmberechtigte bewilligten an der Gemeindeversammlung im Dezember 2009 die Einzonung des Chrummachers, der an Geroldswil grenzt. Jetzt wird das zweite der drei Gewerbehäuser bezogen – von der Auto AG Limmattal, die 20 Millionen Franken in den Gewerbepark investiert hat. Die vorher im Gewerbehaus Gubrist ansässigen Weininger Firmen Saxer Holzbau GmbH und Pape Werbe AG sind 2016 ins erste Gewerbehaus eingezogen. 15 Monate ist es her seit dem ersten Spatenstich.

Die Auto AG Limmattal, spezialisiert auf Fiat- und Iveco-Nutzfahrzeuge, kommt von der Pfingstweidstrasse in Zürich. Manche Kunden bedauern den Wegzug aus der Stadt, andere sind froh, die dortige Verkehrssituation nun hinter sich zu haben, wie Paul Koller erklärt, der Betriebsleiter der Auto AG Limmattal.

Sie ist gleich eine von mehreren bisher Stadtzürcherischen Firmen, die sich hier niederlassen: Im dritten und letzten Haus des Gewerbeparks – es wird im Herbst fertig –, ziehen neben Pneu Egger aus Schlieren auch die Zürcher Reinigungsfirma Gallo und die auf Fahrzeugkühlung spezialisierte Firma Purat Autoklima ein. Damit ist der Gewerbepark aber noch nicht ganz voll. «Wir verhandeln noch mit weiteren Unternehmen», so Koller. Auch die Limeco wird hier noch präsent sein: Geplant ist, dass ihre Regiowärme aus der Dietiker Kehrichtverwertungsanlage auf die nächste Heizperiode hin die jetzt noch provisorische Heizung ablöst.

Etwas ärgerlich für die Auto AG Limmattal ist, dass ihre Eröffnung in die Zeit der Grossumleitung im rechten Limmattal fällt. Lastwagen, die in Weiningen die Autobahn verlassen und zum neuen Gewerbepark fahren, müssen bis April 2018 den Umweg über die Niederholz- und die Fahrweidstrasse nehmen, wie die Baudirektion bestätigt. Die Umleitung war noch nicht bekannt, als sich die Firma für den Standort entschieden hatte.
Paul Koller sieht es aber locker: «Die fünf Minuten Umweg holen wir mit unserem guten Service wieder raus.»

Bei den langen Strecken, die Lastwagen fahren, falle der kleine Umweg nicht ins Gewicht. «Das Tiefbauamt hat uns zudem vorbildlich informiert», so Koller weiter. Zu viel Verkehr muss die Fahrweid laut Koller nicht befürchten: «Ein Personenwagen steht durchschnittlich 1,7 Stunden in der Werkstatt. Bei Lastwagen geht es drei- bis viermal so lang. Es gibt also nicht ein ständiges Hin und Her.» Neben ihrem Reparatur-Service in der 8,5 Meter hohen Lastwagenhalle bietet die Auto AG Limmattal unter anderem eine 17 Meter lange Lastwagen-Waschanlage an.

Auch Lehrlinge sind mit dabei

Die Firma startet mit ihren bisherigen 15 Mitarbeitenden und will über die nächsten Jahre langsam auf 30 Mitarbeitende anwachsen. Sie beschäftigt zwei Lehrlinge, ab August sind es vier.

Neben dem Bau des zweiten Gewerbehauses ist auch der Rechtsstreit mit dem Aargau beendet. Dieser hatte sich ergeben, da der Kanton auf dem Land, das das Unternehmen in Spreitenbach kaufte, eine Planungszone verhängte, sodass es nicht bebaut werden konnte. Das Bundesgericht wies die Schadenersatzklage ab (die Limmattaler Zeitung berichtete). «Mit dem Entscheid sind wir nicht zufrieden, aber jetzt ist die Sache abgeschlossen», sagt Koller. Er hat jetzt in Weiningen anderes zu tun.

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