Dietikon

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Nicht allen Tifosi gelang das beim Public Viewing auf dem Kirchplatz gleich gut.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Nicht allen Tifosi gelang das beim Public Viewing auf dem Kirchplatz gleich gut.

Die Niederlage Italiens sorgte am Public Viewing in Dietikon für Entsetzen – trotzdem schauten die Fans den Match lieber zusammen als allein zu Hause.

Rappelvoll war das Public Viewing auf dem Dietiker Kirchplatz bei der Partie zwischen dem vierfachen Weltmeister Italien und Uruguay um den Einzug ins Achtelfinal. Doch alles Bangen und Hoffen half den Tifosi nichts. Italien schied einmal mehr nach der Gruppenphase an einer Fussball-Weltmeisterschaft aus.

So weit das Auge reichte, dominierten blau-weiss gekleidete Besucher den Fan-Tempel, der von Roger Zeindler und dem Alpenrock-House organisiert wird. Jede noch so kleine Chance ihrer Mannschaft wurde mit enthusiastisch gewürdigt. Aber für einen ausgelassenen Torjubel gab es dann doch keinen Anlass. Nach dem Schlusspfiff regnete es für die Italien-Fans bittere Tränen.

Die Niederlage betrübte auch Organisator Roger Zeindler. «Ausgerechnet Italien», sagte er, denn bei den Spielen der Azzurri und jenen des Schweizer Teams war das Publikumsinteresse bisher jeweils am grössten. Nur gerade zehn Wochen Zeit hatten die Verantwortlichen für die Organisation und den Aufbau bis zum Startspiel. «Ich war total überrascht, als ich Ende März hörte, dass noch kein Public Viewing in Dietikon geplant war», erklärte Zeindler. Das Platzangebot ist grosszügig, auch bei gleichzeitig stattfindenden Spielen müssen Fussball-Fans auf nichts verzichten. Zwei grosse TV-Screens sorgen dafür, dass man nie den Überblick verliert.

Und eines wurde beim Public Viewing am Dienstag wieder einmal klar: Fussball ist und bleibt wohl die einzige Sportart, die derart völkerverbindend ist. Egal, ob man viel von der Materie versteht oder ein Spiel nur als Laie verfolgt: Unter den Fans im Publikum findet man schnell Anschluss. Sei es zum Fachsimpeln, den letzten Pfiff des Schiedsrichters zu kritisieren oder sich ganz einfach gemeinsam über einen schönen Spielzug zu freuen. «Es ist bis jetzt eine sehr attraktive Fussball-Weltmeisterschaft mit sehr vielen Toren in der Gruppenphase», sagt Zeindler. «Man sieht aber auch, dass sich die Spieler aus Südamerika mit den klimatischen Bedingungen wesentlich leichter tun als die Mannschaften aus Europa.»

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