Spreitenbach
«Gesunder Boden muss leben, damit etwas wächst»

Die aktuelle Wanderausstellung in der Umweltarena in Spreitenbach informiert die Besucher über die Wichtigkeit der biologischen Vielfalt.

Cynthia Mira
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Die Wanderaustellung rund um Biodiversität
11 Bilder
Biodiversität ist goldwert
Verschiedene Kräuterarten werden präsentiert
Ein gesunder Boden lebt, sagt Max Chopard
Max Chopard führt durch die Ausstellung
Es gibt vieles zu entdecken
Die Ausstellung soll alle Sinne ansprechen
Ein Klangspiel aus Holz rundet das Angebot ab
Luca und Liliane sind aus Frauenfeld angereist
Lidija Lazic zusammen mit Tochter Jelica
Wanderausstellung der Umweltarena zur biologischen Vielfalt

Die Wanderaustellung rund um Biodiversität

Cynthia Mira

Die Ausstellung mit dem Titel «Biodiversität ist Gold wert – Vielfalt Landwirtschaft» in der Umweltarena in Spreitenbach soll alle Sinne ansprechen. So können mitunter die Hände in Schüsseln mit verschiedenen Weizensorten getaucht und die dazu aufbereiteten Informationen nachgelesen werden. Auf der anderen Seite des Raumes stehen Kräuter in Behältern bereit, damit die Besucher an ihnen riechen können. Daneben stehen zwei mit Erde gefüllte Säulen. Erst bei genauerem Hinsehen können darin die Regenwürmer entdeckt und beobachtet werden, wie sie seit Monaten ihre Arbeit für einen gut durchlüfteten und nahrhaften Boden leisten.

«Die genetische Vielfalt der Natur ist ein Schatz», sagt Projektleiter Max Chopard, der mit Begeisterung durch die kleine Ausstellung führt und dabei auf die Vorteile der Erhaltung von Ökosystemen, Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam macht: «Ein gesunder Boden muss leben, damit etwas Gescheites wächst», sagt er. Seit vier Jahren ist er für die verschiedenen Ausstellungsbereiche in der Arena zuständig. Wer neugierig sei, könne sehr viel lernen, meint er.

Nachhaltigkeit umsetzen

Zwei Besucher, die aus Frauenfeld angereist sind, sind gleicher Meinung: «Ich bin im Gartenbau tätig und man kann wirklich dazulernen und das Gesehene auch mit eigenen Vorstellungen vergleichen oder Ideen für den eigenen kleinen Garten mitnehmen», sagt der zwanzigjährige Luca, der zusammen mit Liliane Grunder durch die Arena schlendert. «Wir haben uns spontan entschieden, das erste Mal hierhin zu fahren und es ist mal etwas anderes, man erlebt etwas», sagt sie.

Ebenfalls zum ersten Mal zu Besuch war Lidija Lazic aus Kölliken, die zusammen mit ihrer zwölfjährigen Tochter Jelica unterwegs ist: «Ich muss sagen, es ist top, wirklich sehr interessant und man kann viel lernen, zum Beispiel, wenn man ein eigenes Haus hat.» In der Tat werden im ganzen Gebäude Lösungen gezeigt, die zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit umgesetzt werden können. Auch für Jelica hat die Ausstellung Vieles zu bieten: «Es gefällt mir sehr gut und ich freue mich auf das Velofahren.» Davor probiert sie noch das Klangspiel aus verschiedenen Holzarten aus, das am Ende der Sonderausstellung platziert ist.

Dass die gezeigte Biodiversität aufgrund von Überbauungen gefährdet ist, darauf macht eine kleine Ausstellung vor dem Eingang der Arena aufmerksam. «Es gibt Lösungen zur Nachhaltigkeit in fast allen Lebensbereichen, die bereits umgesetzt sind und wir liefern eine Plattform, um diese zu präsentieren. Die Umweltarena ist ein lebendiges Haus für Erwachsene, Firmen, Kinder und ich meine, eine Bereicherung für das ganze Limmattal», sagt Chopard.