Das Zentrum Spitzacker wird erweitert. Soeben wurde ein privater Gestaltungsplan der Migros-Pensionskasse eingereicht. Das bedeutet, dass der grosse Platz beim Zentrum inskünftig überbaut sein wird.

Pech für die Veranstalter der Urdorfer Chilbi, die bei den Vereinen, aber auch bei der Bevölkerung sehr beliebt ist. Denn die Chilbi fand bisher nicht nur auf dem nahegelegenen Parkplatz Zwüschenbächen statt, sondern auch auf dem Zentrumsplatz. Diesen Platz würde die Chilbikommission verlieren. Die Chilbi wäre eingeschränkt.

Chilbi soll erhalten werden

Wäre, wenn sich der Gemeinderat nicht schon früh mit dem Kartell der Ortsvereine und der Chilbikommission zusammengesetzt hätte. Der Gemeinderat habe in einem frühen Stadium das Gespräch mit den Verantwortlichen aufgenommen, erklärt Gemeindeschreiber Urs Keller auf Anfrage. Man wisse um die Bedeutung des Spitzackerplatzes für die Chilbi. Dem Gemeinderat sei es wichtig, dass die Chilbi in heutiger Form auch in Zukunft sichergestellt werden könne, so Keller.

Auch Jürg Berri, Präsident des Kartells der Ortsvereine, bestätigt gegenüber der «az», dass man mit der Gemeinde zusammengesessen sei und man «auf gutem Weg ist». Die Chilbiverantwortlichen hätten für die Erweiterung des Spitzackers absolutes Verständnis aufgebracht, lobt Keller. «Gleichzeitig haben sie Vorschläge unterbreitet, wie die Chilbi in Zukunft auf dem Zwüschenbächenplatz konzentriert werden kann.»

Ausdehnung vorgesehen

Der Lösungsansatz sieht vor, die Chilbi alternierend in westlicher und nördlicher Richtung auszudehnen. Die Verantwortlichen rechnen mit einem Platzbedarf von rund 2200 Quadratmetern. Die Gemeinde steht bereits mit den Pächtern und Bewirtschaftern der umliegenden Landwirtschaftsflächen in Kontakt. «Von dieser Seite ist absolute Kooperation zugesichert worden», sagt der Gemeindeschreiber. Derzeit eruiere man Lösungsansätze, wie die Chilbi ohne einschneidende Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Nutzfläche abgedeckt werden könne. Mit Sicherheit werde der zusätzliche Boden – nicht wie der als Parkplatz genutzte Zwüschenbächenplatz – nicht befestigt. Es gelte, mit der alternierenden Beanspruchung Rücksicht zu nehmen auf die Fruchtfolgeflächen, erklärte Keller weiter.

Zuversicht allenthalben

Im Gemeindehaus zeigt man sich sehr zuversichtlich, dass im Verlaufe der nächsten Monate die notwendigen Vereinbarungen mit allen Beteiligten getroffen werden können. «Damit soll der Chilbibetrieb uneingeschränkt sichergestellt werden», sagt Urs Keller.

Ähnlich sieht es Jürg Berri: «Wir hatten eine gute Diskussion, an der auch Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner dabei war. Ich glaube an die Unterstützung des Gemeinderats. Ich bin in dieser Sache sehr, sehr zuversichtlich.»