Oberengstringen

Gestaltungsplan wurde genehmigt: Bauarbeiten sollen im Herbst starten

Weil die sieben Besucherparkplätze so Teil der kantonalen Zürcherstrasse wären, hat die Baudirektion diese Variante nicht bewilligt. Deshalb sollen die Parkplätze nun auf einer eigenen Zugangsstrasse zwischen Gebäude und Trottoir entstehen.

Weil die sieben Besucherparkplätze so Teil der kantonalen Zürcherstrasse wären, hat die Baudirektion diese Variante nicht bewilligt. Deshalb sollen die Parkplätze nun auf einer eigenen Zugangsstrasse zwischen Gebäude und Trottoir entstehen.

Der Kanton hat den Gestaltungsplan für die Verdichtung der Genossenschaftssiedlung im Oberengstringer Lanzrain genehmigt.

Die Baugenossenschaft Schönheim will ihre Siedlung im Gebiet Lanzrain in Oberengstringen nach innen verdichten. Noch bis Mitte März kann gegen den kürzlich von der kantonalen Baudirektion genehmigten privaten Gestaltungsplan für das Areal zwischen Zürcher- und Rebbergstrasse Einsprache erhoben werden. Läuft alles nach Plan, können im Herbst die ­Bagger auffahren, sagt Roland Verardo, Präsident der Baugenossenschaft. Die Bewilligung sei ein wichtiger Meilenstein, aber noch sei es zu früh zum Jubeln, so Verardo. «Noch ist die Bewilligung nicht rechtskräftig und das Baubewilligungsverfahren steht uns noch bevor.»

Grosse Reaktionen sind wohl nicht zu erwarten. Als die Gemeindeversammlung im Juni 2019 den Gestaltungsplan fast einstimmig annahm, wurden kaum inhaltliche Diskussionen über den Plan geführt. Und auch der Gemeinderat steht hinter dem Anliegen. «Für uns ist es ein Leuchtturmprojekt, weil es zeigt, wie im Dorfzentrum qualitativ verdichtet werden kann», sagt Gemeindepräsident André Bender (SVP). Im Sommer 2016 nahm die Baugenossenschaft den Kontakt zur Gemeinde auf und konnte bei der Ausarbeitung des Gestaltungsplans auf ihre Unterstützung zählen. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut, sagt Verardo.

Die Baugenossenschaft will ihre fünf Gebäude mit 44 Genossenschaftswohnungen durch drei neue Gebäude mit 69 Wohnungen ersetzen. Betroffen sind die Liegenschaften Zürcherstrasse 96, 98 und 100 und Rebbergstrasse 79 und 81. Auch eine Fotovoltaikanlage, viele Veloabstellplätze sowie Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos sollen erstellt werden. Geheizt werden soll die Minergie-­ Eco-Überbauung mit Fernwärme der Limeco.

Das Projekt hat sich seit der Präsentation des Gestaltungsplans im Sommer 2018 nicht gross verändert. Die nun erfolgte Genehmigung der Baudirektion bedingte aber eine Anpassung, wie Bender erklärt. Eigentlich hätten die sieben geplanten Besucherparkplätze direkt an der Zürcherstrasse entstehen sollen. Weil sie damit aber auf kantonalem Land stünden, genehmigte der Kanton diese Variante nicht. Deshalb sollen die Parkplätze nun mit einer eigenen kleinen Zugangsstrasse zwischen dem Gebäude und dem Trottoir der Zürcherstrasse gebaut werden.

Bäume werten das ­Strassenbild auf

Schönheim-Präsident Verardo ist überzeugt, dass man die Verdichtung kaum wahrnehmen wird, wenn die neuen Gebäude mal fertig sind. Denn dazwischen würde viel Grünraum und ein grosser Innenhof entstehen. Auch das Strassenbild werde dank neuer Bäume entlang der Zürcherstrasse aufgewertet, ergänzt Bender. Und für die Bewohnerschaft wird es künftig leiser, wie Verardo erklärt: «Weil eines der neuen Gebäude parallel zu Strasse entsteht, wird der Lärmschutz auf dem Areal viel besser sein.»

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