Uitikon
Gespieltes Rauchinferno : Die Uitiker Feuerwehr bot ein feuriges Spektakel dar

Die Hauptübung der Feuerwehr zeigte, zu was die freiwilligen Helden imstande sind. Zum Glück war das Schreckenszenario nur gespielt, die Feuerwehr ist zufrieden mit ihrer Leistung.

Daniel Diriwächter
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Die Feuerwehrleute kämpfen gegen den Rauch aus den Nebelmaschinen.

Die Feuerwehrleute kämpfen gegen den Rauch aus den Nebelmaschinen.

Daniel Diriwächter

Es war ein Schreckensszenario, das sich am Samstagnachmittag mitten in Uitikon abspielte. Dichter Rauch stieg von «Gut’s Hereford Ranch» bei der Allmendstrasse auf, zwei Mädchen waren in einer brennenden Scheune eingeschlossen und auf dem Platz davor wurde eine Person von einem Laster erfasst – es hätte nicht schlimmer sein können. Gut, dass die Feuerwehr Uitikon in Windeseile zur Stelle war.

Glücklicherweise handelte es sich dabei nur um die jährliche Hauptübung der Miliz-Feuerwehr, die der Bevölkerung sowie den geladenen Gästen einen dramatischen Einsatz vorstellte. «Unsere Feuerwehr bildet eine Ausnahme im Bezirk», sagte der Kommandant Werner Oetiker. Das Team bestehe derzeit aus 32 Personen, es sei klein, könne aber auf zusätzliche Hilfe der Stadt Zürich zählen.

Rückhalt geniesst die Feuerwehr Uitikon auch im Bezirk. «Wir von den verschiedenen Feuerwehren im Limmattal haben einen extrem guten Zusammenhalt», sagte Oetiker. So habe etwa die Feuerwehr aus Oberengstringen für die Hauptübung in Uitikon eine Auto-Drehleiter zur Verfügung gestellt.

Disco-Inferno und Beförderung

Mit der Leiter konnten die in Not geratenen Mädchen – dargestellt von Oetikers Tochter Lisa und einer Freundin – aus luftiger Höhe gerettet werden. Ebenso wurde der verletzte Passant – eine Puppe – in Sicherheit gebracht, bis sich anschliessend alle um das vermeintliche Feuer kümmerten. «Mit echtem Feuer wollten wir nicht üben, daher haben wir Nebelmaschinen aufgestellt, wie sie auch in einer Disco zum Einsatz kommen», sagte Oetiker.

Das Wasser wurde sparsam eingesetzt, schliesslich wollte man den Hof nicht fluten. Nach rund einer Stunde war das Inferno beendet und die Feuerwehr erhielt Applaus von den Zuschauern. «Es ist ein Stück weit eine Show, bei der die Feuerwehr zeigen kann, was sie gelernt hat», sagte Christian Roth. Der kantonale Instruktor aus Weiningen hatte die Aufgabe, der Feuerwehr ein Feedback zu geben. Seine Beurteilung fiel positiv aus.

Auf die Übung folgte der gesellige Teil: Die Gäste durften nach einem Apéro einen Butterzopf backen, während das Team im Üdikerhuus ein grosses Dinner vorbereitete. Dort wurde auch eine Beförderung verkündet: Leutnant Andreas Bosshard wurde zum Oberleutnant ernannt.