Urdorf
Geschichte der Kanti Limmattal: Anfangs wurde in Pavillons unterrichtet

Erst 13 Jahre nach ihrer Gründung 1973 konnte die Kantonsschule Limmattal ihr eigenes Schulgebäude beziehen.

Sandro Zimmerli
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Im Vorfeld der Abstimmung 1981 werben Limmattaler für den Neubau.

Im Vorfeld der Abstimmung 1981 werben Limmattaler für den Neubau.

zvg

Der 27. September 1981 ist ein Meilenstein in der Geschichte der Kantonsschule Limmattal. Mit 63 Prozent Ja- Stimmen genehmigte das Zürcher Stimmvolk einen Kredit von 57,5 Millionen Franken für den Bau einer Schulanlage in Urdorf. Fünf Jahre später konnten Lehrer und Schüler in das heutige Gebäude einziehen. Damit war die Zeit im Provisorium Geschichte.

Die Kantonsschule war zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Jahre alt. Am 24. April 1973 wurde sie als Filialabteilung der Kantonsschule Freudenberg vom damaligen Zürcher Erziehungsdirektor Alfred Gilgen eröffnet. Gestartet wurde der Betrieb mit 116 Schülern, die in gemieteten Räumen der Schulgemeinde Urdorf unterrichtet wurden. Gleichzeitig wurden im Industriegebiet Nord die ersten sechs Doppelpavillons errichtet. Bis 1977 wurde die Anlage auf 14 Pavillons erweitert.

Maturafeier 2012
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Alt Regierungsrat Markus Notter und die ehemalige Zürcher Erziehungsrätin und alt Bundesrätin Elisabeth Kopp bei der 40-Jahr-Feier der Kantonsschule Limmattal
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2013 feiert die Kanti Limmattal ihren 40
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Christian Murer

Grund für die Eröffnung einer Kantonsschule im Limmattal waren die vielen Mädchen, die im Zuge der 68er Bewegung an die Mittelschulen strebten. Allerdings waren die Töchterschulen in der Stadt Zürich schnell überfüllt. Die Aufnahme von Mädchen aus dem Limmattal und dem Knonaueramt konnte nicht mehr gewährleistet werden. Und so wurde 1972 der Deutschlehrer und stellvertretende Schulleiter der Kantonsschule Bülach, Franz Germann, vom Kanton damit beauftragt, in Urdorf eine Mittelschule aufzubauen.

Germann ging später als erster Rektor in die Geschichte der Kantonsschule Limmattal ein. Das war 1977. Damals beschloss der Regierungsrat die Verselbstständigung der Filialabteilung Urdorf zur Kantonsschule Limmattal. In dieser Funktion musste Germann miterleben, wie die Zürcher Stimmbürger am 20. Mai 1979 einen ersten Kredit von 56,6 Millionen Franken für einen Schulhausbau ablehnten. Geplant war ein Gebäude mit Fachzimmern für die Natur- und Geisteswissenschaften, Verwaltungs- und Arbeitsräumen. Klassenzimmer waren keine vorgesehen. Der Klassenunterricht sollte weiterhin in den Pavillons stattfinden. Das zweite, genehmigte Projekt sah dann auch Klassenzimmer vor und war auf rund 750 Schüler ausgerichtet.