Verwaltungspräsident Stefano Kunz sieht die Limeco für die Zukunft gerüstet, wie er im gestern publizierten Limeco-Geschäftsbericht festhält. Dies gerade auch dank der im vergangenen Juni erfolgten Zustimmung der Limmattaler zum Landkauf des benachbarten Coop-Areals: So verfüge die Limeco über die volle Entscheidungsfreiheit. «Wir können nun in Ruhe die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage an die Hand nehmen.»

Diesen Landkauf stuft Geschäftsführer Patrik Feusi als einen von vier «Meilensteinen» ein, den die Limeco im vergangenen Jahr erreicht hat. Die weiteren Höhepunkte waren für ihn, dass die Limeco eine Anleihe erfolgreich am Kapitalmarkt platziert hat, die Trägergemeinden dem Gesamtausbau der Regiowärme zugestimmt haben und die kantonale Baudirektion den Anlagenstandort Dietikon mit einer Kapazität von 160 000 Jahrestonnen ab 2034 bestätigt hat. «Dies ermöglicht auf Jahrzehnte einen ökonomischen Betrieb der Kehrichtverwertung und die Versorgung des Limmattals mit klimafreundlicher Regiowärme.»

Dank diesen Meilensteinen sei das Fundament solide, schreibt Feusi in seinem Bericht. Dies ermögliche es, sich nun intensiv mit der langfristigen Zukunft auseinanderzusetzen: Mit dem «Masterplan 2050» wird unter anderem der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage und der Neubau der Kehrichtverwertungsanlage geplant.

Denn die bestehende Kehrichtverwertungsanlage wird im Dezember 2033 das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Dies schlägt sich bereits im Geschäftsjahr 2018 nieder: Die Anlage soll so kostengünstig und ertragseffizient wie möglich betrieben werden. Bei jedem Unterhalt wird geprüft, ob er angesichts des absehbaren Endes noch angezeigt ist – im Bereich Unterhalt wurden 2018 denn auch rund 674 000 Franken weniger als budgetiert und 380 000 Franken weniger als im Vorjahr ausgegeben.

Im vergangenen Jahr verwertete die Limeco gemäss Geschäftsbericht 92 600 Tonnen brennbaren Abfall. Das ist in absoluten Zahlen zwar kein Rekord – doch wird der Umstand berücksichtigt, dass die beiden Ofenlinien wegen geplanten Revisions- und Reinigungsarbeiten zeitweise stillstanden, hat die Verbrennungskapazität leicht gesteigert werden können.

Die Kehrichtverwertungsanlage produzierte im vergangenen Jahr 32 660 Megawattstunden Wärme; die 91 Regiowärme-Kunden konnten so gemäss Geschäftsbericht über 4,8 Millionen Liter Heizöl einsparen.

Die Jahresrechnung weist einen Gesamtaufwand von 35,8 Millionen Franken aus, der Ertrag wird mit 38,4 Millionen Franken ausgewiesen. 2,6 Millionen können ins Eigenkapital eingelegt werden.