Birmensdorf

Gesang und Poesie in Birmensdorf

Der Frauenchor Birmensdorf hat zusammen mit der Kabarettistin Anna-Katharina Rickert ein humoristisches Konzert in einer vollen Aula vorgeführt. „Eine kleine Nachtforelle“ hiess das Programm, welches viele Zuschauer anlockte.

Sie „gackerten" und „miauten", teilweise im Kanon und immer harmonisch in Sporan, Mezzo und Alt. Die Sängerinnen des Frauenchors Birmensdorf überraschten die Zuschauer mit ausgefallenen Liedtexten und Ihrem Outfit: Farbige Handtaschen und Gummistiefel, Taschentücher- und nicht zuletzt eine Kabarettistin mit einem Melkstuhl. Doch nebst diesem abwechslungsreichen Bühnenbild ging der Gesang der insgesamt 25 Frauen nicht unter - im Gegenteil - das Publikum verfolgte gespannt die Musikstücke, welche von Beethoven bis hin zum englischen „Lollipop" reichten.

Humor als Überraschung

Angefangen hat es mit einer Reise in den Wald. Mit „Ein ganz kleines Reh" berührten die Sängerinnen die Herzen der Zuschauer. Bald schon trat Anna Katharina Rickert auf die Bühne mit Gedichten von Christian Morgenstern. Die bekannte Kabarettistin, welche in Birmensdorf lebt, tritt nach eigenen Aussagen nicht gerne in ihrer Gemeinde auf, doch zu diesem Anlass gab es eine Ausnahme, was sowohl den Frauenchor als auch die Zuschauer freute. Denn bald schon folgte mit dem Stück „Ich wollt‘ ich wär ein Huhn" der Vergleich zwischen Frauen und Hühnern auf eine humoristische Weise, welcher das Publikum zum Lachen brachte.

„Freude am Szenischen"

Alle zwei Jahre findet ein Konzert des Birmensdorfer Frauenchors statt. Teilweise klassisch, und teilweise als Unterhaltungsprogramm: „Wir lieben die Abwechslung und haben Freude am Szenischen", erzählt Maja Rajgl, die Moderatorin und Vorsitzende des Chors, während ihrer Rede. Seit dem letzten Sommer übt der Chor jeden Montagabend bekannte Stücke, aber auch solche, die man bisher kaum an Veranstaltungen gehört hat. Es wurde nicht nur auf Deutsch gesungen, englische Lieder und ein wenig Italienisch wurde von den Sängerinnen ebenfalls vorgetragen. Anna Buczek, welche den Chor mit ihrem Klavier begleitete, überraschte das Publikum mit einem Solo auf Russisch. Obwohl die Zuschauer den Text nicht verstehen konnten, fühlten sie die Energie und die lebendige Art des Stücks.

Tanz, Poesie und Gesang

Dramaturgisch wurde es bei den Stücken „de Dibidäbi Puurema" und „S'Annebäbeli". Zuerst beklagte sich der Bauer (Anna-Katharina Rickert), dass er keine Frau finde, und danach wählte „S‘Annebäbeli" statt einem reichen und angesehenen Mann, lieber den Bauern. Und so tanzten zum Schluss die Kabarettistin und eine Solistin des Chors, Arm in Arm von der Bühne. Das Publikum unterstützte den Frauenchor mit grossem Applaus, und sparte nicht an Lob: „Fantastisch diese Freude am Gesang", hiess es an den vollen Tischen. Bei Kaffee und Kuchen bot dieses Konzert bestimmt eine gemütliche Unterhaltung an einem kalten Sonntagnachmittag.

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