Rad
Geroldswiler ist unterwegs mit Siegern der Tour de France

Auf diese Saison hin hat der 21-jährige Remo Schuler zum Team Vorarlberg gewechselt und fährt nun bei einer Continental-Equipe. Damit hat sich einiges geändert in seinem Rennkalender. Er darf an grösseren Rennen und an Profi-Wettbewerben teilnehmen.

Luca Muntwyler
Merken
Drucken
Teilen
Remo Schuler misst sich jetzt mit der Elite des Radsports.

Remo Schuler misst sich jetzt mit der Elite des Radsports.

Zur Verfügung gestellt

Er habe einfach etwas Neues gesucht, wo er mehr ausländische Rennen mit internationalem Niveau bestreiten könne. Da kam dem Geroldswiler das Team Vorarlberg gerade gelegen, da der Standort nahe an der Grenze liegt. «Es hat sich einfach so ergeben», sagt der gelernte Heizungsmonteur.

In die Saison ist er beachtlich gestartet. Den GP Lugano, ein reines Profi-Rennen, konnte er als einer der besten Fahrer eines Continental-Teams beenden. Das Teilnehmerfeld war bestückt mit Weltklasse-Athleten wie Giro-d’Italia-Gewinner Damiano Cunego oder Danilo di Luca. Schuler fuhr auf den 42. Platz und liess sogar den amtierenden Sieger der Tour de France, Cadel Evans, hinter sich. Auf solche Konkurrenz wird er in seinem neuen Team wohl noch einige Male treffen.

Voll durchstarten

Nachdem die letzte Saison nicht in allen Belangen optimal verlaufen ist, möchte der Bergspezialist heuer voll durchstarten. Sein erklärtes Ziel – einen Sieg bei einem Elite-Rennen – hat der Limmattaler zwar nicht erreicht, doch konnte er unter anderem beim GP von Gippingen auf das Podest fahren. «Die Saison ist eigentlich gut gelaufen. Doch im Juli musste ich wegen einer Sehnenentzündung im Knie pausieren. Da war ich in Höchstform, ein Sieg wäre sicherlich dringelegen. Dazu habe ich sogar ein EM-Aufgebot erhalten», beschreibt der Geroldswiler seine letzte Saison.

In dieser Saison wird Schuler viele Rennen für die U23-Nationalmannschaft bestreiten. In gut zwei Wochen wird er an einem ersten Highlight, der Toskana-Rundfahrt, starten – einem wichtigen Etappenrennen des Nationencups, bei dem alle U23-Nationalteams gegeneinander antreten. Daneben wird er aufgrund seines Teams viel in Österreich am Start sein. «Aber je nachdem, wie der Rennkalender aussieht, werde ich ab und zu in der Schweiz anzutreffen sein», ergänzt er.

«Viele Fahrer und wenige Teams»

Für sein Team gilt es, sich für die Österreich-Rundfahrt zu qualifizieren. Da nur vier der fünf österreichischen Continental-Teams daran teilnehmen dürfen, gilt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Bei einer Teilnahme seiner Mannschaft wäre der Bergspezialist sicher ein guter Wert.

Wie seine Zukunft aussieht, kann Schuler noch nicht sagen. «Im Radsport plant man sehr kurzfristig. Es gibt enorm viele Wechsel», meint er. «Zudem ist es schwierig, denn es gibt viele Fahrer und wenige Teams. Durch Mannschafts-Fusionen wird dies nicht erleichtert. Dazu fehlt wegen der Finanzkrise auch das Geld, da werden einige Rennen abgesagt», ergänzt der Geroldswiler.